Mahnfristen: Das müssen Sie beachten

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Welche Mahnfristen gibt es und was müssen Sie beachten, wenn Sie Ihre nicht zahlenden Vertragspartner mahnen? Wir klären Sie auf, damit säumige Kunden sich hüten werden, Ihre Gutmütigkeit weiterhin zu strapazieren.

Welche Vorgangsweise gibt es bei Zahlungsverzug des Vertragpartners?

Vorab müssen Sie klären, welche Zahlungsfrist und –konditionen gelten. Der Zahlungstermin wird dabei entweder vertraglich oder gesetzlich bestimmt. Wenn im Vertrag nicht anders angemerkt, muss die Rechnung nach vertragsgemäßer Lieferung oder Erfüllung der Leistung beglichen werden. Oft werden allerdings im Vertrag vom Gesetz abweichende Regelungen festgelegt (zum Beispiel: Zahlungsziel: 15. Mai oder Zahlungsfrist: 14 Tage ab Erhalt der Rechnung). Die Konditionen, die meistens in den AGB angeführt werden, sollten auf jeden Fall für alle Ihre Kunden gleich sein.

Wenn Ihr Vertragspartner das Zahlungsziel nicht einhält und daher in Zahlungsverzug gerät, ist es sinnvoll eine Zahlungserinnerung zu versenden, in der eine Nachfrist festgelegt wird. Erfolgt immer noch keine Zahlung, können eine oder zwei Mahnungen versendet werden, bevor der Fall an ein Inkasso Büro übergeben wird. Hilft auch das nichts, muss der Schuldner wohl oder übel geklagt werden.

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Beispiele für Mahnfristen mit geläufigen Zahlungszielen

Für die Verfassung von Mahnungen und das Setzen von Mahnfristen gibt es keine gesetzlichen Vorschriften. Wir geben Ihnen hier einige Beispiele, nach denen Sie sich richten können.

30-tägige Zahlungsfrist:

  • nach 33 Tagen: 1. Mahnung oder Zahlungserinnerung mit Nachfrist von 5 Tagen.
  • nach 40 Tagen: 2. Mahnung. Einforderung von Verzugszinsen und Mahngebühr. Androhung rechtlicher Schritte. Bitte um prompte Überweisung.
  • am 50. Tag: Übergabe an Inkassobüro, Anwalt kommt ins Spiel.

Zahlungsziel 15. Mai::

  • am 2. Juni: 1. Mahnung oder Zahlungserinnerung mit einer Nachfrist von einer Woche.
  • am 9. Juni: 2. Mahnung unter Androhung der Übergabe an ein Inkassobüro. Bitte um sofortige Überweisung.
  • am 15. Juni: Übergabe an das Inkassobüro.

Eine Klage ist in Österreich prinzipiell bereits nach dem ersten Tag der Überschreitung der Zahlungsfrist möglich, in der Praxis ist dies aber unüblich. Auch die Tatsache, dass meistens in drei Schritten gemahnt wird, ist nicht vorgeschrieben, sondern eher ein ungeschriebenes Gesetz.

Verzugszinsen können grundsätzlich ab dem ersten Tag nach Ablauf der Zahlungsfrist verrechnet werden. Wenn im Vertrag die Höhe dieser Zinsen nicht bestimmt wurde, können Sie die gesetzlichen Verzugszinsen verlangen. Auch Mahn- und Inkassokosten können vom verschuldeten Vertragspartner gefordert werden, allerdings empfiehlt es sich, diese im Vertrag genau festzulegen. Bei Unternehmergeschäften gilt eine gesetzliche Mahnpauschale von 40 Euro.

Fazit

Mahnen erfordert Fingerspitzengefühl. Meist hat Ihr Kunde schlicht vergessen, die Rechnung innerhalb der Frist zu begleichen – oder er ist selbst durch einen säumigen Kunden zahlungsunfähig und Sie beide sind Opfer des Domino-Effekts. Ein kurzes Telefonat genügt in der Regel, um am anderen Ende der Strippe freundlich und bestimmt die Schulden einzutreiben.

Weitere Infos finden Sie hier:

Stephanie Fischer
Stephanie Fischer
Stephanie Fischer
Stephanie betreut als Digital Marketing Expertin die Online Kommunikation von everbill. Die studierte Geisteswissenschaftlerin ist ansonsten Freelancerin und kennt die Höhenflüge - aber auch die Herausforderungen - die die Selbständigkeit mit sich bringt.

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