Was ist Lagertechnik? Definition, Begriffserklärung und Einteilung

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Lesen Sie hier die wichtigsten Informationen zur Lagertechnik. Dieser Beitrag informiert Sie über die unterschiedlichen Arten, Lagermöglichkeiten und Anwendungsgebiete!

Die meisten Unternehmen – ob kleine, mittelständische oder große – die Güter herstellen oder vertreiben, kennen das Problem mit dem Platz. Sie benötigen Platz, um die benötigen Stoffe und Waren zu lagern. Die Lagertechnik widmet sich eben diesem Thema: Sie befasst sich mit der Lagerung und dem innerbetrieblichen Transport von Gütern. Damit ist sie aus dem innerbetrieblichen Unternehmenslogistik nicht mehr wegzudenken. Die Lagertechnik zählt zum Bereich der Intralogistik und ist eng verbunden mit Fördertechnik und Verpackungstechnik.

Die Lagertechnik kombiniert die Regal-Systeme wie…

  • Fachbodenregale,
  • Palettenregale,
  • Einfahrregale,
  • Kragarmregale,
  • Archivregale,
  • Durchlaufregale
  • und Hochregale.

Die einzelnen Lagertechniken und Regaltypen erklärt

Zeit, Ihnen die jeweiligen Regale etwas genauer zu beschrieben. Hierzu dient die folgende Tabelle:

Fachbodenregale

Fachbodenregale gelten als älteste aller Regaltypen. Als Fachbodenregale gelten jene Regelarten, bei denen die individuelle Lagerung auf sogenannten Fachböden stattfindet. Der Name kommt also vom Lastaufnahmemittel – wie bereits erwähnt – dem Fachboden.

Palettenregale

Auch Palettenregale haben ihren Namen dem einzulagernden Ladungsträgern zu verdanken. Diese werden als Paletten bezeichnet. Hier können Flachpaletten, Gitterboxpaletten oder auch andere Sonderkonstruktionen verwendet werden. Die Paletten dienen dazu, Güter zu transportfreundlichen Ladungseinheiten zusammenzufassen.

Einfahrregale

Als Einfahrregal bezeichnet man Palettenregale mit “offenen” Bedienseite. Es besteht aus mehreren Kanälen nebeneinander, in denen jeweils mehrere Auflageprofile in entsprechender Höhe angebracht sind. Die Ladeeinheiten werden meist mithilfe eines Hubwagens eingeschichtet bzw. transportiert und unter Zuhilfenahme eines Staplers übereinander in den einzelnen Kanälen gelagert.

Kragarmregale

Der Dachbegriff Kragarmregale umfasst alle Lagereinrichtungen, welche horizontale Kragarme oder Konsolen an vertikalen Stützen anmontieren. Die Regale werden überwiegend aus Stahl hergestellt. Die Aufgaben der Kragarme bzw. Konsolen sind vielseitig: Einerseits dienen sie als Auflage für liegendes Langgut, andererseits werden sie als Trennvorrichtung von stehendem Langgut verwendet. Oft kommen sie auch als Aufnehmer für Fachböden etc. zum Einsatz. Auch die Einsatzgebiete (also die Bauarten) von Vertikalstützen sind unterschiedlicher Natur. Es gibt A- und I-Ständer sowie Fachwerkstützen.

Archivregale

Archivregale werden überwiegend in einem Stecksystem aufgebaut. Sie zeichnen sich durch besondere Stabilität und Robustheit aus, wodurch sie kaum wackeln. In Archivregalen bzw. den Regalböden werden meist Lasten wie Ordner, Akten oder andere Papiergüter gelagert. Oft werden Archivregale zwecks der besseren Übersicht des Archivs farblich gekennzeichnet.

Durchlaufregale

Als Durchlaufregale werden jene Regaltypen bezeichnet, bei denen die Lagereinheiten an einer Regalseite eingelagert und an der anderen ausgelagert werden. Dieses Ein- bzw. Auslagerungsprinzip erfolgt für Paletten, Pakete, Boxen oder andere für Behälter zumeist per Schwerkraft auf Rollenbahnen. Diese Rollbahnen werden als Rollenförderer bezeichnet. Typischer Einsatzfall ist die kleinteilige Kommissionierung, verbunden mit Pick by Light, Pick to Belt oder Pick to Box.

Hochregale

Als HRL bzw. Hochregallager werden Regale ab einer Höhe von 12 Metern bezeichnet. Die Maximalhöhe beträgt ca. 50 Meter. Die Kapazität ist recht unterschiedlich. Diese kann wenige Tausend Palettenstellplätzen umfassen, aber auch bis zu mehreren Hunderttausenden reichen. Hochregallager zeichnen sich durch eine hohe Raumnutzung aus. Es bedarf allerdings auch hoher Investitionen in Sachen Kosten und Aufwand. Hochregallager werden meist vollelektronisch betrieben und durch ein Lagerverwaltungssystem organisiert bzw. bewirtschaftet. In den Systemen werden überwiegend Flachgut und Langgut eingelagert.
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Michael Kunz
Michael Kunz
Michael Kunz
Michael ist Co-Founder und CEO von everbill. Als Gründer und Geschäftsführer hat er über die Jahre viel Erfahrung gesammelt. Expertise, die er im everbill Magazin weitergibt, um Ihnen den Business-Alltag zu erleichtern.

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