Geringfügigkeitsgrenze 2016: was müssen Sie beachten?

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Die Geringfügigkeitsgrenze ist ein festgeschriebener Betrag, der die Grenzen einer geringfügigen Beschäftigung regelt. Die Geringfügigkeitsgrenze darf nicht überschritten werden, da ansonsten Mehrkosten auf die Arbeit- bzw. Dienstgeber der Betroffenen zukommen. Welche das sind, und welche Änderungen es bei der Geringfügigkeitsgrenze 2016 zu beachten gilt, lesen Sie hier:

Die Geringfügigkeitsgrenze 2015 vs. Geringfügigkeitsgrenze 2016

  • Die Geringfügigkeitsgrenze allgemein
  • Die Geringfügigkeitsgrenze im Jahr 2016
  • Welche Konsequenzen blühen bei Überschreitung?

Die Geringfügigkeitsgrenze schnell erklärt

Die Geringfügigkeitsgrenze regelt (wie der Name schon erahnen lässt) die Grenzbeträge einer geringfügigen Beschäftigung. Das Wort „geringfügig“ entstammt dem Sozialversicherungsrecht (§ 5 Abs 2 Allgemeines Sozialversicherungsgesetz). Als „geringfügig beschäftigt“ bezeichnet man jene Beschäftigte, die bei einem regelmäßigen Dienstverhältnis (ab einem Monat oder für unbestimmte Zeit) nicht mehr als einen gewissen Betrag im Monat verdienen. Wird dieser Betrag überschritten, gelten versicherungstechnisch andere Regelungen.

Die Geringfügigkeitsgrenze im Jahr 2016

Im Jahr 2015 lag die Geringfügigkeitsgrenze noch bei 405,98 Euro monatlich. Ab 2016 (Stand 01.2016) darf man nicht mehr als 415,72 Euro im Monat verdienen. Bei einer fallweisen Beschäftigung (Dienstverhältnis kürzer als ein Monat) sind es durchschnittlich 31,92 Euro pro Arbeitstag, die nicht überschritten werden dürfen.

Nochmals zum Mitschreiben:

Im Jahr 2015 (wichtig für die anstehende Steuererklärung)405,98 Euro monatlich
Ab 2016 (Stand 01.2016)415,72 Euro
Bei einer fallweisen Beschäftigung (Dienstverhältnis kürzer als ein Monat)31,92 Euro pro Arbeitstag

HINWEIS
Bei einer geringfügigen Beschäftigung sind Bruttoentgelt und Nettoentgelt gleich (Brutto = Netto). Das liegt daran, dass von den jeweiligen Dienstnehmern keine Sozialversicherungsbeiträge und keine Lohnsteuer zu zahlen sind. Als geringfügig beschäftigte Person sind Sie unfallversichert und können sich freiwillig selbst kranken- und pensionsversichern.

Die Geringfügigkeitsgrenze in den letzten Jahren

So hat sich die Geringfügigkeitsgrenze in den letzten sechs Jahren verschoben:

Im Jahrpro Arbeitstagmonatl.
201631,92 Euro415,72 Euro
201531,17 Euro405,98 Euro
201430,35 Euro395,31 Euro
201329,70 Euro386,80 Euro
201228,89 Euro376,26 Euro
201128,72 Euro374,02 Euro
201028,13 Euro366,33 Euro
200927,47 Euro357,74 Euro

Geringfügigkeitsgrenze überschritten: was nun?

Wenn Sie während einer geringfügigen Beschäftigung zu einer Überschreitung der Grenze kommt, sind Sie ab dem jeweiligen Kalendermonat vollversichert. Das bedeutet, Sie sind nunmehr auch in der Kranken- und Pensionsversicherung pflichtversichert. Ihre Dienstgeberin bzw. Ihr Dienstgeber behält die dafür vorgesehenen Beiträge gleich von Ihrem Entgelt ein. Durch die Vollversicherung haben Sie nun auch Anspruch auf Leistungen aus der Kranken- und Pensionsversicherung.

TIPP: Etwaige Nachforderungen der Sozialversicherung können in dem Jahr, in dem sie bezahlt werden, bei der ArbeitnehmerInnenveranlagung angegeben werden, was wiederum die steuerlichen Abgaben drückt.

Dominik Stelzig
Dominik Stelzig
Dominik Stelzig
Der Salzburger Dominik Stelzig lebt inzwischen in Wien, ist Buchautor sowie Werbetexter und Creative Director. Für das everbill Marketing ist ihm eines klar: Egal ob digital oder handgeschrieben – Worte machen nur Sinn, wenn Taten folgen.

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