Cashflow ermitteln für KMU – Gastbeitrag von Michael Gebel

cashflow und Deckungsbeitrag

Der Cashflow (oder Cash-flow, Cash Flow) gibt an, in welchem Umfang innerhalb eines bestimmten Zeitraums die laufende Betriebstätigkeit zu Einnahmeüberschüssen führt. Der Cashflow gilt als Finanz- und Erfolgsindikator, der die potenziellen, aus eigener Kraft erwirtschafteten bzw. möglichen, finanziellen Mittel darlegt. Schauen wir uns kurz die Struktur das Cashflows genauer an und lesen Sie hier anhand eines Beispiels, wie KMU Ihren Cashflow ermitteln.

Cashflow ermitteln: Die unterschiedlichen Strukturen des CFs

  • Der operative Cashflow
  • Cashflow aus Investitionen
  • Cashflow aus Finanzierung

Wir unterscheiden zwischen „Operativem Cashflow“: alles was mit dem Tagesgeschäft zu tun hat. Dem „Cashflow aus Investitionen“, der mit den Anschaffungen und Verkäufen von Betriebsmitteln zu tun hat. Sowie dem „Cashflow aus Finanzierung“, der unsere Kreditsphäre beleuchtet sowie die Entnahmen der Eigentümer.

Ein Beispiel für den Cashflow eines KMUs

Sehen wir uns den Cashflow am Beispiel der Autowerkstatt von Herrn Maier an. Zuerst übernehmen wir den Gewinn nach Steuern, also den Reingewinn. Dieser bleibt nach Abzug aller Aufwendungen unter dem Strich über. Die Abschreibungen zählen hier auch noch hinzu. Die Abschreibungen sind der jährliche Wertverlust der gesamten Werkstattausrüstung. Dies sind zum Beispiel Gebäude, Einrichtung und Werkzeuge. Alles wird älter, aber nicht schöner und verliert somit beständig an Wert. Wir müssen die Abschreibungen nicht bezahlen, sondern nur vom Gewinn abziehen. Bei der Frage, wie viel Geld übrig bleibt, wird der Wert wieder hinzu gezählt. Das Geld ist ja noch da!

Weiter geht es mit dem Lager. Hat Herr Maier mehr oder weniger Vorräte im Regal liegen? Wenn es mehr sind, dann fehlt ihm Geld, denn er hat die Vorräte wohl bezahlt. Wenn es weniger sind, dann hat er mehr Geld. Er hat die Vorräte verkauft und Geld eingenommen. Nun kommen wir zu den Forderungen, Herrn Maiers – den Außenständen. Hat er mehr davon, dann fehlt ihm Geld auf dem Konto. Momentan befindet es sich noch auf dem Konto seiner Kunden. Sind es weniger Außenstände geworden, dann haben die Kunden wohl bezahlt. Herr Maier freut sich über mehr Geld in der Kasse.

Mehr zu dem Thema, wie Sie den Cashflow ermitteln können, lesen Sie hier.

Über Michael Gebel:

Michael Gebel ist diplomierter Kaufmann und hat in Tübingen BWL, Jura und Philosophie studiert. 1997 gründete er das Beratungs- und Trainingsunternehmen BTI – Business Training International GmbH und sitzt diesem seither als Geschäftsführer vor. Seine Aufgaben liegen in der Entwicklung von Trainingskonzepten, Managementsimulationen und Planspielen. 

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Dominik Stelzig
Der Salzburger Dominik Stelzig lebt inzwischen in Wien, ist Buchautor sowie Werbetexter und Creative Director. Für das everbill Marketing ist ihm eines klar: Egal ob digital oder handgeschrieben – Worte machen nur Sinn, wenn Taten folgen.

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