Finanz Fehler der Selbständigkeit: Diese 3 Fails kennt jeder Selbständige

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Viele Selbständige begehen echte Fehler in ihrer Finanz. Diese Nachlässigkeiten haben oft gravierende Auswirkungen. Wir zeigen Ihnen hier 3 Finanz Fehler, die jeder Selbständige kennt und wie Sie diese vermeiden können.

Top 3 Fehler in Finanz und Unternehmensverwaltung von Selbständigen

  1. Rechnung werden falsch oder unzureichend ausgestellt
  2. Leistungen werden nicht abgerechnet
  3. Zu wenig Zeit für Buchhaltung eingeplant (auch bei Preisgestaltung)

1.) Fehler bei der Rechnungsstellung

Jeder Selbständige hat wohl schon einmal Fehler auf Rechnungen begangen. Die Klassiker hier sind z. B.

Falsche Firmenanschriften: Egal, ob auf Kundenseite oder bei einem selbst. Wenn sich die Adresse der Firma ändert, müssen Sie dies nicht nur dem Finanzamt, der zuständigen Wirtschaftskammer sowie Versicherung melden, sondern auch in Ihren Unterlagen und Aussendungen die neue Adresse verwenden.
Falsches Rechnungsdatum: Auch sehr beliebt: Rechnungen falsch datieren. In Österreich müssen alle Rechnungen mit einer logischen Nummernfolge zuordenbar sein. Diese Nummernkreise ergeben sich aus durch das Ausstelldatum der Rechnung sowie der Anzahl der bisher gestellten Rechnungen. Stimmen diese nicht überein oder haben Sie Rechnungen mit falschen Daten versehen, ist dies ein Fehler.

Hier lesen Sie, wie Sie eine Rechnung richtig schreiben in Österreich.

2.) Leistungen werden nicht abgerechnet

Als eine der führenden Unternehmensverwaltungssoftwares Österreichs wissen wir, dass ein Großteil der erbrachten Leistung von Selbständigen nicht abgerechnet wird. Das kann mehrere Gründe haben: z. B. der Kunde ist unzufrieden und man erlässt diesem die Kosten. Oder, weil man einfach darauf vergisst.

Aber egal, aus welchem Grund Rechnungen nicht ausgestellt werden, unterm Strich heißt das, man arbeitet für lau. Die Folge sind Liquiditätsengpässe im eigenen Unternehmen. Fakt ist: Unternehmer und Unternehmerinnen haben zu wenig Zeit, sich einen Überblick über die Liquidität zu machen und so wird erbrachte Leistung oft nicht verrechnet. Ein Teufelskreis also.

Wo wir auch schon beim letzten Punkt wären:

3.) Keine Zeit für Buchhaltung

Wir sprechen hier aus eigener Erfahrung: als Selbständiger wird man meistens durch die täglichen ToDos so ausgelastet, dass die Buchführung darunter leidet. Das Erstellen von Angeboten, das Schreiben von Rechnungen, das Bestellen von Waren sowie das Mahnen säumiger Kunden kostet einfach verdammt viel Zeit. Diese Zeit muss im Alltag einkalkuliert werden. Vergessen Sie nie: Sie müssen Ihr eigenes Unternehmen führen. Auch wenn Sie voll mit Aufträgen ausgelastet sind, müssen Sie diese Zeit finden.

WICHTIG:
Die Zeit für die selbständige Verwaltung Ihrer Firma müssen Sie auch in Ihrer Preisgestaltung berücksichtigen. Administrative Aufgaben sind per se als Selbständiger nicht verrechenbar. Umso wichtiger ist es, dass Ihr Stundenlohn diese Zeiten berücksichtigt und abfedert.

Zusatz: Kleinunternehmerregelung wird vergessen

Dieser Sonderfall kann natürlich nur Personen passieren, die unter die Kleinunternehmerregelung fallen. Diese besagt: Wenn der Umsatz Ihrer Firma binnen eines GEschäftsjahres nicht mehr als 30.000 Euro netto beträgt, sind Sie (laut Paragraf § 6 Abs. 1 Z 27 UStG) von der Umsatzsteuer befreit. Eine derartige Formulieren („umsatzsteuerbefreit nach„) muss auf allen Rechnungen vorhanden sein.

Dominik Stelzig
Dominik Stelzig
Dominik Stelzig
Der Salzburger Dominik Stelzig lebt inzwischen in Wien, ist Buchautor sowie Werbetexter und Creative Director. Für das everbill Marketing ist ihm eines klar: Egal ob digital oder handgeschrieben – Worte machen nur Sinn, wenn Taten folgen.

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