Privat Rechnungen schreiben – das gilt es zu beachten!

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Wer privat Waren verkauft oder eine „freundschaftliche“ Dienstleistung erbringt, sollte auch privat Rechnungen schreiben. Gerade bei höheren Beträgen wird häufig nach einer Rechnung verlangt. Doch worauf müssen Sie achten, wenn Sie privat Rechnungen ausstellen? Und was muss oben stehen? Wir sagen es Ihnen!

Ja, auch als Privatperson dürfen Sie bis zu einem gewissen Ausmaß Rechnungen schreiben und erstellen. Erstens gilt es aber das Gewerberecht (lesen Sie hier, wie Sie ohne Gewerbeschein arbeiten dürfen) einzuhalten und zweitens müssen Sie unbedingt die Pflichtangaben auf einer Privatrechnung anführen.

Bei nicht Einhaltung dieser, drohen ernste Konsequenzen seitens der Finanz.

Privat Rechnungen schreiben = Privatrechnung?


Die Pflichtangaben auf Ihrer privaten Rechnung:

  • Ihr Name und Ihre Anschrift als Dienstleister oder Verkäufer
  • Name und Anschrift des Kunden bzw. der Firma des Kunden
  • Ausstellungsdatum der Rechnung
  • Leistungszeitraum bzw. Zeitraum des Verkaufs
  • Leistungsumfang bzw. Menge und Beschreibung der Ware
  • Wichtig: Hinweis auf Privatverkauf/Privatdienstleistung

Keine Umsatzsteuer bei Privatrechnungen

Beim privat Rechnungen schreiben dürfen Sie als Privatperson KEINE Umsatzsteuer, auch bekannt als Mehrwertsteuer, ausweisen.

Egal, ob die Firma Ihres Kunden ein umsatzsteuerpflichtiges Unternehmen ist – Sie als Privatleister sind es nicht! Wenn Sie als Privatperson eine Rechnung schreiben, welche Umsatzsteuer enthält, schulden Sie diese anschließend dem Finanzamt.

Tipp: Ergänzen Sie Ihre Rechnung mit einem kurzen Text mit Hinweis auf einen Privatverkauf und der Befreiung von der Ust..

Bei den oben angeführten Leistungen handelt es sich um privat durchgeführte Arbeiten. Unter Berücksichtigung der Kleinunternehmerregelung § 19 UStG erfolgt die Verrechnung somit umsatzsteuerbefreit.

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Für Formulierungen zur Kleinunternehmerregelung § 19 UStG sollten Sie den verlinkten Artikel durchlesen.

Wann müssen Sie privat Rechnungen stellen?

Sobald Sie eine Leistung erbringen, sollten Sie überprüfen, ob diese Leistung versteuert werden muss. Wie oben bereits erwähnt müssen Sie prüfen, ob es sich um eine gewerbepflichtige Tätigkeit handelt. Hierbei hilft Ihnen das Gewerberegister der WKO Ihres jeweiligen Bundeslandes.

Außerdem: Sie sind zu Ausstellung einer Rechnung verpflichtet, sobald der Käufer eine haben möchte.

Wie viel darf ich als Privatperson verrechnen

Bleiben Sie mit den Privatleistungen unter 730 € Gewinn, ist dieser steuerfrei und eine normale Arbeitnehmerveranlagung genügt, um sich abzusichern. Nur wenn wiederkehrende Einnahmen erzielt werden, dann schreibt § 22 EStG die Verpflichtung zur Versteuerung vor.

Dazuverdienen zu einer beruflichen Tätigkeit „dürfen“ Sie prinzipiell unbegrenzt. Doch fallen dann Einkommenssteuer, Sozialversicherung, uvm. an. In diesem Fall sind Sie nebenberuflich selbständig.

Dominik Stelzig
Dominik Stelzig
Dominik Stelzig
Der Salzburger Dominik Stelzig lebt inzwischen in Wien, ist Buchautor sowie Werbetexter und Creative Director. Für das everbill Marketing ist ihm eines klar: Egal ob digital oder handgeschrieben – Worte machen nur Sinn, wenn Taten folgen.

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