SVS-Beiträge EPU 2026: Höhe, Sätze, Mindestbeitrag

everbill SVS Beiträge EPU Österreich 2026 Sozialversicherung Selbständige

Als EPU (Einzelpersonenunternehmen) bist du bei der Sozialversicherung der Selbstständigen (SVS) pflichtversichert — unabhängig vom Einkommen. Die SVS-Beiträge sind die mit Abstand wichtigste Fixkosten-Position neben der Einkommensteuer. Rechtsgrundlage ist das GSVG (Gewerbliches Sozialversicherungsgesetz).

2026 zahlen EPU mindestens 551,10 EUR pro Monat — das entspricht einer Mindestbeitragsgrundlage von 6.613,20 EUR pro Jahr. Wer mehr verdient, zahlt entsprechend mehr.

Die SVS-Beitragssätze 2026

Die monatlichen Beiträge setzen sich aus mehreren Zweigen zusammen:

Versicherungszweig Beitragssatz Rechtsgrundlage
Pensionsversicherung 18,5 % § 27 GSVG
Krankenversicherung 6,8 % § 27 GSVG
Unfallversicherung (Fixbetrag) 12,96 EUR/Monat § 74 ASVG
Selbstständigenvorsorge (betriebliche) 1,53 % BMSVG

Quelle: WKO — Beitragswesen Selbstständige 2026. Die genaue Berechnung der Beitragsgrundlage erfolgt über den Einkommensteuerbescheid (Basis: steuerlicher Gewinn plus vorgeschriebene SVS-Beiträge).

Mindestbeitragsgrundlage 2026

  • Monatlich: 551,10 EUR
  • Jährlich: 6.613,20 EUR
  • Das gilt auch dann, wenn dein Gewinn niedriger ist — darunter kannst du nicht fallen

Wer als EPU nebenbei angestellt ist oder eine Pension bezieht, kann unter Umständen die Ausnahme von der Kranken- oder Pensionsversicherung beantragen (Mehrfachversicherung). Details dazu direkt bei der SVS.

Neugründer-Regelung: Fixbeiträge in den ersten 2 Jahren

Für neu gegründete Einzelunternehmen erfolgt in den ersten beiden Kalenderjahren eine vorläufige Beitragsvorschreibung auf Basis der Mindestbeitragsgrundlage. Wichtig ist der Unterschied zwischen den Versicherungszweigen:

  • Krankenversicherung: In den ersten 2 Kalenderjahren erfolgt keine Nachbemessung — der KV-Beitrag bleibt auf Basis der Mindestbeitragsgrundlage fix (aktuell 37,48 EUR/Monat), auch wenn deine tatsächlichen Einkünfte höher sind.
  • Pensionsversicherung: Wird regulär nachbemessen. Liegen die tatsächlichen Einkünfte über 551,10 EUR/Monat, kommt es zur Nachbelastung von 18,5 % auf die Differenz zwischen Mindestbeitragsgrundlage und tatsächlichem Gewinn.

Die Neugründer-Regelung schafft also Planungssicherheit in der Krankenversicherung, die Pensionsbeiträge sind dagegen auch in den ersten 2 Jahren einkommensabhängig nachzubezahlen.

Weiterführend: WKO — Gewerbliche SV für Neugründer.

SVS als Betriebsausgabe absetzen

Ein wichtiger Punkt für die Steuerplanung: Alle SVS-Beiträge sind als Betriebsausgabe abzugsfähig und reduzieren den steuerpflichtigen Gewinn — und damit die Einkommensteuer nach den ESt-Tarifstufen. Bei einem Grenzsteuersatz von 40 % bekommst du also faktisch 40 % der SVS-Beiträge über die Einkommensteuer zurück.

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Häufige Fragen

Wie hoch ist der SVS-Mindestbeitrag 2026?

Die Mindestbeitragsgrundlage liegt bei 551,10 EUR pro Monat (6.613,20 EUR pro Jahr). Der monatliche Mindestbeitrag über alle Versicherungszweige liegt damit bei rund 161 EUR (PV 101,95 + KV 37,48 + Selbstständigenvorsorge 8,43 + UV 12,96).

Wann werden die SVS-Beiträge fällig?

SVS-Beiträge werden quartalsweise vorgeschrieben: 28.2., 31.5., 31.8. und 30.11. Die Nachbemessung erfolgt nach Vorliegen des Einkommensteuerbescheides — Gutschrift oder Nachzahlung je nach tatsächlichem Gewinn.

Was ist die Neugründer-Regelung?

In den ersten 2 Kalenderjahren nach Gründung erfolgt die Vorschreibung vorläufig auf Basis der Mindestbeitragsgrundlage. In der Krankenversicherung gibt es keine Nachbemessung (KV-Fixbeitrag bleibt), in der Pensionsversicherung wird regulär nachbemessen — liegt dein Gewinn über der Mindestbeitragsgrundlage, zahlst du 18,5 % auf die Differenz nach.

Kann ich die SVS-Beiträge stunden?

Ja. Bei Zahlungsschwierigkeiten ist eine Stundung oder Ratenvereinbarung bei der SVS möglich. Zinsen fallen an (orientiert am Basiszinssatz).

Sind SVS-Beiträge steuerlich absetzbar?

Ja. Alle Pflichtbeiträge zur SVS sind als Betriebsausgabe voll abzugsfähig und reduzieren den steuerpflichtigen Gewinn.

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Michael Kunz
Michael Kunz
Michael Kunz
Michael Kunz ist Gründer und Geschäftsführer von everbill, der Rechnungssoftware für österreichische Kleinunternehmer und KMU. Seit über einem Vierteljahrhundert beschäftigt er sich mit Rechnungslegung, Buchhaltung und Digitalisierung für Selbständige in Österreich. Im everbill Magazin teilt er praxisnahes Wissen zu Pflichtangaben, Umsatzsteuer und E/A-Rechnung — verständlich aufbereitet für Unternehmer, die sich aufs Kerngeschäft konzentrieren wollen.

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