„Es tut mir leid, dir mitteilen zu müssen, dass …“ — wie formulierst du als Arbeitnehmer eine korrekte Kündigung? Was musst du beachten? Hier findest du wichtige Tipps und kannst dir ein kostenloses Muster für dein Kündigungsschreiben herunterladen.
Muster für Ihr Kündigungsschreiben
Dein Kündigungsschreiben kannst du schnell und einfach selbst verfassen. Beachte allerdings unbedingt die rechtlichen Spielregeln – bereits einfache Formfehler können eine Kündigung unwirksam machen.
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Wichtig: Für die Kündigung eines Arbeitsvertrages gibt es zwar keine geregelte Formvorlage in Österreich, es ist jedoch absolut empfehlenswert, die Kündigung schriftlich durchzuführen. Auf diese Weise liegen schriftliche Beweise vor, falls es zu Meinungsverschiedenheiten kommen sollte. Hier erhältst du ein Muster für dein Anschreiben. Folgende Punkte sollten auf jeden Fall enthalten sein, damit die Kündigung ordnungsgemäß ablaufen kann:
Unbedingte Angaben auf deiner schriftlichen Arbeitnehmerkündigung
- Name und Anschrift des Arbeitnehmers
- Name und Anschrift sowie Firma des Arbeitgebers
- Datum der Kündigung: Dieses ist wichtig, um überprüfen zu können, ob die Kündigungsfrist eingehalten wurde
- Betreffzeile: Hier sollte unbedingt das Wort „Kündigung“ enthalten sein; optional kann noch die Personalnummer, falls vorhanden, eingefügt werden
- Direkte Anrede: Entweder man richtet das Anschreiben an den Chef oder die Personalabteilung
- Mitteilung der Kündigung: Die Angabe von End- und Anfangsdatum des Arbeitsverhältnisses ist optional, aber ratsam
- Bitte um Erhalt des Schriftstücks sowie Kenntnisnahme der Kündigung
- Verabschiedung
- Unterschrift des Arbeitnehmers: Handschriftliche Originalunterschrift ist unbedingt notwendig, damit die Kündigung wirksam ist

Welche Pflichten werden für den Mitarbeiter, der die Kündigungsmitteilung erhält, dargelegt, insbesondere in Bezug auf die Suche nach einer alternativen Beschäftigung und die Registrierung bei der Arbeitsagentur?
Der Mitarbeiter, der eine Kündigungsmitteilung erhält, muss aktiv nach einer neuen Beschäftigung suchen. Zusätzlich muss er die Agentur für Arbeit über seine bevorstehende Arbeitsbeendigung informieren und spätestens drei Monate vor Ablauf seines Arbeitsvertrags seine persönlichen Daten angeben. Erfährt der Mitarbeiter von der Kündigung weniger als drei Monate vor Vertragsende, muss er sich innerhalb von drei Tagen nach Kenntnisnahme des Kündigungstermins als arbeitssuchend melden. Die Nichteinhaltung dieser Verpflichtungen kann zu einer Sperrzeit beim Bezug von Arbeitslosengeld führen.
Wie behandelt die Vorlage die Einbeziehung eines Betriebsrats in den Kündigungsprozess?
Die Vorlage legt fest, dass der Betriebsrat vor Ausspruch der Kündigung konsultiert wurde und dass er der Kündigung zugestimmt hat. Dies beschreibt die Beteiligung des Rates am Prozess gemäß den in der Vorlage festgelegten Verfahren.
Welche Informationen sollten in einer gewöhnlichen Kündigungsmitteilung eines Arbeitsverhältnisses gemäß der bereitgestellten Vorlage enthalten sein?
Eine ordentliche Kündigung eines Arbeitsverhältnisses sollte folgende Schlüsselelemente enthalten:
- Empfängerinformationen: Name und Adresse des Mitarbeiters.
- Datum und Ort: Angabe des Ortes und Datums der Kündigungsausstellung.
- Förmliche Erklärung der Kündigung: Explizite Feststellung der Beendigung des Arbeitsvertrags, inkl. Klarstellung, ob die Kündigung vom Arbeitgeber initiiert oder gemeinsam vereinbart wird.
- Wirksamkeitsdatum der Kündigung: Genaues Enddatum des Arbeitsverhältnisses, alternativ das nächstmögliche zulässige Datum, falls das ursprüngliche nicht gültig ist.
- Verbleibender Urlaubsanspruch: Erwähnung des verbleibenden Jahresurlaubs und ob dieser während der Kündigungsfrist gewährt wird.
Diese Elemente gewährleisten eine umfassende und klare Kündigungsmitteilung gemäß den erforderlichen Formalitäten.
Was ist noch zu beachten?
Informier dich zuerst über die Kündigungsfrist deines Arbeitsverhältnisses. Diese findest du im Arbeitsvertrag oder Kollektivvertrag nachlesen. In Österreich beträgt die gesetzliche Mindestfrist gemäß § 1159 ABGB einen Monat zum Letzten des Kalendermonats. Im Arbeitsvertrag oder Kollektivvertrag kann eine längere Zeitspanne vereinbart sein. Die Kündigungsfrist beginnt mit dem Eintreffen des Anschreibens beim Arbeitgeber. Vorsicht bei Zusendungen per Post: Beachte unbedingt die Zustelldauer.
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Muss ein Kündigungsschreiben in Österreich schriftlich sein?
Gesetzlich ist keine bestimmte Form vorgeschrieben — eine Kündigung kann auch mündlich ausgesprochen werden. Trotzdem ist die schriftliche Form dringend empfohlen — als Beweismittel bei Streitigkeiten über Fristbeginn oder Empfang. Viele Kollektivverträge schreiben die Schriftform ausdrücklich vor. Viele Kollektivverträge schreiben die Schriftform ausdrücklich vor. Laut OGH (8 ObA 38/14t) ist eine Arbeitnehmerkündigung per E-Mail oder Fax wirksam, wenn beide Seiten sie als fristgerechte Kündigung verstanden und behandelt haben.
Was ist die gesetzliche Kündigungsfrist für Arbeitnehmer in Österreich 2026?
Als Arbeitnehmer gilt gemäß § 1159 Abs 4 ABGB eine Grundkündigungsfrist von einem Monat. Das Arbeitsverhältnis endet zum Letzten des Kalendermonats — der 15. ist gesetzlich kein Standard-Termin und gilt nur, wenn Arbeitsvertrag oder Kollektivvertrag ihn explizit vorsehen. Im Kollektivvertrag oder Arbeitsvertrag kann die Frist auf bis zu 6 Monate verlängert werden.
Wann beginnt die Kündigungsfrist?
Die Kündigungsfrist beginnt mit dem Zugang des Kündigungsschreibens beim Empfänger — nicht mit dem Datum des Schreibens. Bei Postversand muss die Zustelldauer einkalkuliert werden. Beispiel: Bei 1-Monat-Frist muss das Schreiben bis spätestens 1. des Vormonats beim Arbeitgeber eingegangen sein, damit das Arbeitsverhältnis zum Monatsende endet.
Habe ich nach der Kündigung Anspruch auf ein Dienstzeugnis?
Ja — als Angestellte/r hast du gemäß § 39 AngG (für Arbeiter/innen: § 1163 ABGB) Anspruch auf ein einfaches Dienstzeugnis: Bestätigung über Dauer und Art der Tätigkeit. Das Zeugnis ist kostenlos und kann auch noch Jahre nach dem Ende des Arbeitsverhältnisses verlangt werden. Ein qualifiziertes Zeugnis mit Leistungsbeurteilung ist hingegen freiwillig.
Was passiert mit nicht verbrauchten Urlaubstagen bei Kündigung?
Offene Urlaubstage werden anteilig ausbezahlt. Du hast Anspruch auf die aliquote Abgeltung für das laufende Urlaubsjahr. Diese Auszahlung erfolgt mit der letzten Gehaltsabrechnung. Es ist sinnvoll, die offenen Urlaubstage bereits im Kündigungsschreiben zu erwähnen.
Muss ich mich beim AMS anmelden, wenn ich selbst kündige?
Wenn du selbst kündigst, musst du dich beim Arbeitsmarktservice (AMS) arbeitssuchend melden — spätestens am ersten Tag nach Ende des Dienstverhältnisses. Wichtig: Bei eigener Kündigung kann das AMS eine Sperrfrist von in der Regel 4 Wochen beim Bezug von Arbeitslosengeld verhängen. Die Voranmeldung ist bis zu 3 Monate vor dem Ende möglich und empfehlenswert.
Was ist der Unterschied zwischen Kündigung und einvernehmlicher Auflösung?
Bei einer Kündigung löst eine Seite das Arbeitsverhältnis einseitig auf — mit Einhaltung der gesetzlichen oder vertraglichen Fristen und Termine. Bei einer einvernehmlichen Auflösung einigen sich beide Parteien gemeinsam auf ein Enddatum, ohne Fristen einhalten zu müssen. Nachteil der einvernehmlichen Auflösung: Das AMS kann eine Sperrfrist verhängen. Wenn der Arbeitgeber kündigt (ohne dein Verschulden), hast du volle Ansprüche auf Arbeitslosengeld ohne Sperrfrist.
Kann ich eine bereits abgeschickte Kündigung zurücknehmen?
Nein — eine rechtswirksam zugegangene Kündigung kann grundsätzlich nicht einseitig zurückgenommen werden. Nur wenn der Arbeitgeber ausdrücklich zustimmt, kann die Kündigung aufgehoben werden. Prüfe daher vor dem Absenden alle Details sorgfältig: richtiger Kündigungstermin, korrekte Frist, vollständige Angaben.
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