Für Einzelunternehmer in Österreich gibt es drei relevante Kategorien von Buchhaltungssoftware: AT-native EPU-Lösungen (everbill, FreeFinance), Steuerberater-Software (BMD NTCS) und deutsche Anbieter mit AT-Adaption (sevdesk, lexoffice). Für die meisten Einzelunternehmer ist AT-native Software die beste Wahl — weil sie RKSV-konform, mit BMD-Export und für österreichisches Steuerrecht konzipiert ist, ohne die Komplexität und Kosten einer Steuerberater-Suite.
Vergleich: Welche Buchhaltungssoftware eignet sich für Einzelunternehmer in Österreich?
| Software | Ideal für | Preis | AT-RKSV | BMD-Export | EPU-tauglich? |
|---|---|---|---|---|---|
| everbill | EPU, Neue Selbständige, Kleinunternehmer | ab 5,90 €/Monat | ✔ Ja | ✔ Ja | ✔ Empfohlen |
| FreeFinance | EPU, Buchhalter (AT-nativ) | ab ~€8/Monat | ✔ Ja | ✔ Ja | ✔ Ja |
| BMD NTCS | Steuerberater, KMU, Bilanzbuchhalter | ab €100+/Monat (auf Anfrage) | ✔ Ja | Nativer Standard | ✗ Zu komplex & teuer |
| sevdesk (AT) | KMU mit DE/AT-Geschäft | ab ~€15/Monat | Eingeschränkt | ✗ Nein | Bedingt |
| lexoffice | Deutschland (offiziell kein AT-Produkt) | ab ~€8/Monat | ✗ Nein | ✗ Nein | ✗ Nicht empfohlen für AT |
Aktuelle Preise: Vor Abschluss immer auf den jeweiligen Anbieter-Websites prüfen — Preise ändern sich regelmäßig.
Warum BMD für Einzelunternehmer oft die falsche Wahl ist
BMD NTCS ist der Marktführer in österreichischen Steuerberatungskanzleien — aber nicht für Einzelunternehmer konzipiert. Die wichtigsten Unterschiede:
- Preis: BMD nennt keine öffentlichen Preise. Realistisch sind €100–300+/Monat pro Benutzer — das Vielfache der EPU-Budget-Spanne von €8–20/Monat
- Komplexität: BMD bietet IAS/US-GAAP-Abschlüsse, Lohnverrechnung, Konsolidierung mehrerer Buchungskreise — Funktionen die ein EPU nie braucht
- Kein Self-Service: BMD setzt Schulung und Implementierungspartner voraus — kein „einfach anmelden und loslegen“
- Zielgruppe laut BMD selbst: Steuerberatungskanzleien, Wirtschaftsprüfer, Kommunalbetriebe, Konzerne
Die clevere Lösung: Dein Steuerberater nutzt BMD — du brauchst es nicht. everbill exportiert deine Daten im BMD-kompatiblen Format, sodass dein Steuerberater direkt weiterarbeiten kann — ohne dass du selbst BMD-Lizenzen kaufen musst.
Was braucht eine Buchhaltungssoftware für österreichische Einzelunternehmer?
Für einen österreichischen EPU sind folgende Funktionen entscheidend:
| Funktion | Warum wichtig für EPU AT? |
|---|---|
| RKSV-Registrierkasse | Gesetzespflicht bei Barumsatz >7.500 EUR + Gesamtumsatz >15.000 EUR/Jahr |
| Rechnungen nach § 11 UStG | AT-spezifische Pflichtangaben (8 Felder, Kleinunternehmer-Hinweis) |
| Kleinunternehmer-Unterstützung | § 6 Abs. 1 Z 27 UStG-Hinweis auf Rechnungen, Grenze 55.000 EUR brutto seit 2025 |
| BMD/RZL-Export | Standard-Schnittstelle der österreichischen Steuerberater-Software |
| E/A-Rechnung-Vorbereitung | Einnahmen und Ausgaben erfassen und kategorisieren (Grundlage für Steuerberater) |
| Österreichische USt-Sätze | 20 %, 10 %, 13 %, 0 % — korrekt vorkonfiguriert |
everbill als Buchhaltungssoftware für Einzelunternehmer
everbill ist speziell für österreichische EPU und Einzelunternehmer entwickelt:
- ✔ Rechnungen, Angebote, Eingangsrechnungen — alle Dokumente nach AT-Recht
- ✔ Automatischer Kleinunternehmer-Hinweis (§ 6 Abs. 1 Z 27 UStG) mit einem Klick
- ✔ RKSV-konforme Registrierkasse inklusive
- ✔ BMD/RZL-Export für deinen Steuerberater
- ✔ Einnahmen & Ausgaben erfassen — ideale Grundlage für die E/A-Rechnung
- ✔ Selbsterklärend: kein Buchhaltungs-Vorwissen notwendig
Was everbill nicht macht: Lohnverrechnung, Steuererklärung (E1), direkte FinanzOnline-Übermittlung, doppelte Buchführung. Für Einzelunternehmer mit E/A-Rechnung sind diese Funktionen typischerweise nicht notwendig — der Steuerberater übernimmt das Jahresabschluss-Geschäft.
Rechnungssoftware für österreichische Einzelunternehmer
AT-nativ, RKSV-konform, BMD-Export für deinen Steuerberater — ohne die Komplexität von BMD oder die AT-Lücken von lexoffice und sevdesk.
lexoffice Alternative für Österreich: Warum AT-native Software besser ist
lexoffice ist ein Produkt der Haufe-Lexware GmbH — offiziell für Deutschland konzipiert. Wer als österreichischer Einzelunternehmer lexoffice verwendet, riskiert:
- Fehlende RKSV-Registrierkassenpflicht — nicht AT-gesetzeskonform
- Kein BMD/RZL-Export — Steuerberater muss Daten manuell übertragen
- Deutsche USt-Sätze (7 %, 19 %) statt österreichischer (10 %, 13 %, 20 %)
- Kein Kleinunternehmer-Hinweis nach § 6 Abs. 1 Z 27 UStG
AT-native Alternativen wie everbill sind von Grund auf für das österreichische Steuer- und Unternehmensrecht entwickelt — kein Nachbessern, keine Workarounds.
Häufige Fragen zur Buchhaltungssoftware für Einzelunternehmer in Österreich
Welche Buchhaltungssoftware ist für österreichische Einzelunternehmer am besten?
Für Einzelunternehmer (EPU) in Österreich empfiehlt sich AT-native Software wie everbill oder FreeFinance: RKSV-konform, mit BMD-Export, nach österreichischem Steuerrecht konzipiert. Deutsche Anbieter wie lexoffice oder sevdesk sind für AT unvollständig (kein RKSV, kein BMD-Export, falsche USt-Sätze). BMD ist für Steuerberatungskanzleien konzipiert, nicht für EPU.
Kann ich meine Buchhaltung als Einzelunternehmer selbst machen?
Ja — als Einzelunternehmer mit Einnahmen-Ausgaben-Rechnung ist das möglich. Eine Rechnungssoftware wie everbill erledigt Rechnungen, Belege erfassen und die Aufbereitung für den Steuerberater. Der Jahresabschluss (E1-Erklärung) wird typischerweise weiterhin vom Steuerberater erstellt — der bekommt von dir BMD-exportierte Daten.
Warum ist BMD für Einzelunternehmer nicht geeignet?
BMD NTCS ist der Standard in österreichischen Steuerberatungskanzleien — aber nicht für EPU konzipiert. Keine öffentlichen Preise (realistisch €100+/Monat), kein Self-Service-Onboarding, Funktionen wie Konsolidierung und IFRS-Abschlüsse die ein EPU nie braucht. Die clevere Lösung: everbill exportiert im BMD-Format für deinen Steuerberater — ohne dass du selbst BMD kaufen musst.
Brauche ich eine RKSV-Registrierkasse als Einzelunternehmer?
Ja — wenn dein Jahresgesamtumsatz über 15.000 EUR liegt UND dein Barumsatz über 7.500 EUR. Es gilt die Doppelschwelle (§ 131b BAO). Bei reinen Banküberweisungen (kein Bargeld) entfällt die Registrierkassenpflicht. everbill bietet eine RKSV-konforme Registrierkasse inklusive.
Welche Schnittstelle brauche ich für meinen Steuerberater?
In Österreich arbeiten die meisten Steuerberater mit BMD NTCS oder RZL. Deine Rechnungssoftware sollte einen BMD/RZL-Export unterstützen — dann kann dein Steuerberater deine Daten direkt einlesen, ohne manuelles Abtippen. everbill unterstützt beide Exportformate.
Kann ich von lexoffice zu einer österreichischen Software wechseln?
Ja. Die meisten AT-nativen Anbieter (everbill, FreeFinance) erlauben Import via CSV oder DATEV-Export. Für den Wechsel empfiehlt sich der Jahresanfang (Jänner) — sauberer Schnitt, keine geteilten Jahresauswertungen. Bestehende Rechnungen lassen sich als PDF archivieren.
Rechnungssoftware ausprobieren — 14 Tage kostenlos
AT-nativ, RKSV-konform, BMD-Export für deinen Steuerberater. Jetzt testen, keine Kreditkarte erforderlich.
Kommentare