FastBill Alternative Österreich: Vergleich 2026

FastBill Alternative Österreich — Wechsel zu österreichischer Rechnungssoftware 2026

Du suchst eine FastBill Alternative für Österreich? FastBill ist ein beliebtes deutsches Rechnungsprogramm — aber für den österreichischen Markt fehlen entscheidende Features: keine RKSV-Registrierkasse, kein BMD/RZL-Export für deinen Steuerberater und keine nativen AT-Steuersätze.

Wenn du als EPU oder KMU in Österreich arbeitest, brauchst du eine Rechnungssoftware die österreichisches Steuerrecht nativ versteht — nicht eine DE-Lösung mit Workarounds. Hier findest du den Vergleich und die besten Alternativen für 2026.

Warum FastBill für Österreich oft nicht ausreicht

FastBill wurde für den deutschen Markt entwickelt. Was in Deutschland reibungslos funktioniert, stößt in Österreich an drei harte Grenzen:

Feature Österreich braucht FastBill
Registrierkasse (RKSV) Pflicht ab 15.000 EUR Umsatz + 7.500 EUR Barumsatz Nicht verfügbar
BMD/RZL-Export Standard für AT-Steuerberater Nur DATEV (DE-Standard)
AT-Steuersätze 20 %, 10 %, 13 % nativ Manuell konfigurierbar, nicht nativ
Kleinunternehmergrenze 55.000 EUR brutto (seit 1.1.2025) Nur DE-Grenze (22.000 EUR) voreingestellt
E/A-Rechnung § 4 Abs. 3 EStG, bis 700.000 EUR Nur deutsche EÜR-Logik
Mahnwesen Inkludiert Kostenpflichtiges Add-on (ab 4,90 EUR/Mo)

Das Ergebnis: Spätestens beim Jahresabschluss merkst du, dass dein Steuerberater die Daten nicht importieren kann (kein BMD/RZL), die Steuersätze manuell geprüft werden müssen und du für Mahnungen extra zahlst.

FastBill empfiehlt in der eigenen Support-Dokumentation, die Software „gemeinsam mit deinem Steuerberater zu prüfen“, wenn du sie außerhalb Deutschlands nutzen willst — ein klares Signal, dass Österreich kein Kernmarkt ist.

Direktvergleich: FastBill vs. österreichische Alternativen

Kriterium FastBill everbill ProSaldo FreeFinance kalkül
Land Deutschland Österreich Österreich Österreich Österreich
Preis ab 9 EUR/Mo (jährl.) 14 Tage gratis ~19 EUR/Mo ~15 EUR/Mo Gratis
Rechnungen erstellen Ja Ja Nein (Buchhaltung) Ja Ja
E/A-Rechnung Nein (nur EÜR) Ja (Erfassung) Ja Ja Ja
FinanzOnline Nein Nein Ja (direkt) Ja (1-Klick) Ja
BMD/RZL-Export Nein (nur DATEV) Ja Ja Ja Nein
RKSV-Kasse Nein Ja Nein Optional Nein
Belegerfassung Ja Ja Ja Ja Nein
Mahnwesen Add-on (4,90 EUR/Mo) Inkludiert Inkludiert Inkludiert Nein
Mindestlaufzeit Monatlich/Jährlich Monatlich Monatlich 12 Monate Keine

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Top 5 FastBill Alternativen für Österreich 2026

1. everbill — Rechnungssoftware aus Österreich

everbill ist speziell für österreichische EPU und KMU entwickelt. Rechnungen erstellen mit allen Pflichtangaben nach § 11 UStG, Eingangsrechnungen erfassen, Belege verwalten und Einnahmen & Ausgaben kategorisieren — alles in einer Software. RKSV-konforme Registrierkasse inklusive, BMD/RZL-Export für den Steuerberater, Mahnwesen ohne Aufpreis. 14 Tage kostenlos testen, keine Mindestlaufzeit.

Am besten für: EPU und KMU die eine All-in-One-Rechnungssoftware suchen — Rechnungen + Belege + E/A in einem Tool, made in Austria.

2. ProSaldo.net — Buchhaltung aus Österreich

ProSaldo ist ein Wiener Anbieter mit starkem Fokus auf österreichische Steuerlogik. Direkte UVA-Übermittlung an FinanzOnline, Bankimport, Scan & Book Belegerfassung. Preis ab ca. 19 EUR/Monat ohne Mindestvertrag.

Am besten für: Unternehmer die eine reine Buchhaltungslösung mit FinanzOnline-Anbindung brauchen.

3. FreeFinance — die umfassendste AT-Lösung

FreeFinance bietet E/A-Rechnung und doppelte Buchführung, FinanzOnline-Integration mit 1-Klick-UVA und ISO-zertifiziertes österreichisches Hosting. Die umfangreichste Feature-Liste im AT-Markt — aber auch die komplexeste Oberfläche. 12 Monate Mindestvertrag.

Am besten für: KMU mit komplexeren Anforderungen (doppelte Buchführung, direkte FinanzOnline-Übermittlung).

4. kalkül — kostenlos für Einsteiger

kalkül ist eine 100 % kostenlose Buchhaltungssoftware aus Österreich. BAO-konform, E/A-Rechnung, FinanzOnline-Anbindung. Eingeschränkter Funktionsumfang (kein Bankimport, keine Belegerfassung) — aber für den Start reicht es.

Am besten für: EPU und Freelancer mit wenigen Buchungen, die erst einmal kostenlos starten wollen.

5. sevdesk — bekannte Marke, aber DE-fokussiert

sevdesk ist die bekannteste Buchhaltungssoftware im DACH-Raum mit starker KI-Belegerfassung und modernem UI. Allerdings primär für den deutschen Markt entwickelt — ähnliche AT-Limitierungen wie FastBill. Ab ca. 9 EUR/Monat.

Am besten für: Unternehmer die primär im DACH-Raum arbeiten und weniger AT-spezifische Features brauchen.

Wann lohnt sich der Wechsel von FastBill?

Ein Wechsel ist sinnvoll, wenn mindestens einer dieser Punkte auf dich zutrifft:

  • Dein Steuerberater nutzt BMD oder RZL — dann kann er FastBill-Daten (DATEV) nicht importieren und muss alles manuell übertragen
  • Du brauchst eine Registrierkasse — ab 15.000 EUR Jahresumsatz und 7.500 EUR Barumsatz ist die RKSV-Registrierkasse in Österreich Pflicht (WKO Registrierkassenpflicht)
  • Du bist Kleinunternehmer — und FastBill kennt die AT-Grenze von 55.000 EUR nicht (nur die DE-Grenze von 22.000 EUR)
  • Du zahlst extra für Mahnungen — FastBill berechnet ab 4,90 EUR/Monat für das Mahnwesen, bei AT-Alternativen ist es inkludiert
  • Du willst E/A-Rechnung statt EÜR — die deutsche Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) ist nicht identisch mit der österreichischen Einnahmen-Ausgaben-Rechnung

Häufige Fragen: FastBill Alternative Österreich

Kann ich FastBill in Österreich verwenden?

Grundsätzlich ja — FastBill funktioniert technisch auch in Österreich. Aber es fehlen entscheidende AT-Features: keine RKSV-Registrierkasse, kein BMD/RZL-Export, keine nativen österreichischen Steuersätze. FastBill selbst empfiehlt, die Nutzung außerhalb Deutschlands mit dem Steuerberater abzuklären.

Was kostet FastBill 2026?

FastBill startet ab 9 EUR/Monat (Solo, jährliche Zahlung). Das Plus-Paket kostet 14 EUR/Monat, Pro 27 EUR und Premium ab 53 EUR. Achtung: Mahnwesen ist nicht inkludiert und kostet zusätzlich ab 4,90 EUR/Monat. Zum Vergleich: Österreichische Alternativen wie kalkül sind kostenlos, everbill bietet 14 Tage gratis mit Mahnwesen inklusive.

Hat FastBill eine Registrierkasse für Österreich?

Nein. FastBill bietet keine RKSV-konforme Registrierkasse. In Österreich ist die Registrierkasse ab 15.000 EUR Jahresumsatz und 7.500 EUR Barumsatz Pflicht. Du brauchst dafür eine separate Lösung oder eine AT-Software wie everbill, die das integriert hat.

Kann FastBill Daten an meinen österreichischen Steuerberater exportieren?

FastBill exportiert nur im DATEV-Format — das ist der deutsche Standard. Österreichische Steuerberater arbeiten fast ausschließlich mit BMD oder RZL. Das heißt: Dein Steuerberater kann FastBill-Daten nicht direkt importieren und muss sie manuell übertragen oder konvertieren.

Welche FastBill Alternative ist kostenlos?

kalkül (kalkuel.at) ist eine komplett kostenlose Buchhaltungssoftware aus Österreich mit BAO-Konformität und FinanzOnline-Anbindung. Für den Einstieg ausreichend, aber ohne Bankimport und Belegerfassung. everbill bietet 14 Tage kostenlosen Test mit vollem Funktionsumfang.

Was ist der Unterschied zwischen EÜR und E/A-Rechnung?

Die Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) ist das deutsche Pendant zur österreichischen Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (E/A). Beide basieren auf dem Zufluss-Abfluss-Prinzip, unterscheiden sich aber in den gesetzlichen Grundlagen (§ 4 Abs. 3 EStG AT vs. § 4 Abs. 3 EStG DE), Grenzwerten und Formularen. FastBill unterstützt nur die deutsche EÜR.

Ist everbill besser als FastBill?

Für österreichische Unternehmer ja — everbill bietet RKSV-Registrierkasse, BMD/RZL-Export, native AT-Steuersätze und Mahnwesen inklusive. FastBill hat dafür Vorteile bei der KI-gestützten Belegerfassung und der DATEV-Integration für deutsche Steuerberater. Die Wahl hängt davon ab, ob du primär in Österreich oder Deutschland arbeitest.

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Michael Kunz
Michael Kunz
Michael Kunz
Michael Kunz ist Gründer und Geschäftsführer von everbill, der Rechnungssoftware für österreichische Kleinunternehmer und KMU. Seit über einem Vierteljahrhundert beschäftigt er sich mit Rechnungslegung, Buchhaltung und Digitalisierung für Selbständige in Österreich. Im everbill Magazin teilt er praxisnahes Wissen zu Pflichtangaben, Umsatzsteuer und E/A-Rechnung — verständlich aufbereitet für Unternehmer, die sich aufs Kerngeschäft konzentrieren wollen.

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