Mahnspesen: alle Infos im Überblick

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Ab wann können Sie säumigen Kunden Mahnspesen verrechnen? Was passiert, wenn ein Kunde nicht reagiert bzw. nicht zahlt? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Mahnspesen & Co. – unangenehm aber ein MUSS

Bevor wir zur Sache kommen, eines mal vorweg: Es gibt in Österreich kein „Mahngesetz“ bzw. Vorschriften zum Mahnen. Es gibt also keine allgemeine Regel, wie man eine Mahnung formuliert bzw. welche Fristen gelten.

Zahlungsfristen und -konditionen sind vom Rechnungssteller auf der Zahlungsaufforderung zu vermerken. Durch diesen Absatz lesen Sie schriftlich fest, wann die Zahlung zu erfolgen hat (zum Beispiel: Zahlungsziel: 15. Juni oder Zahlungsfrist: 14 Tage ab Erhalt der Rechnung).

Kleiner Tipp: Achten Sie darauf, für alle Kunden die gleichen Konditionen auszuweisen. Diese können sie auch in den AGB anführen, um den Sachverhalt für alle Parteien klar zu machen.

Der Mahnrhythmus: ab wann sind Mahnspesen zu verrechnen?

Auch wenn es keine allgemeine, gesetzliche Regelung gibt, hat sich zumindest ein gewisser Mahnrhythmus „eingebürgert“.

Hier der Mahnrhythmus einer Rechnung mit 30-tägiger Zahlungsfrist:

  • nach 33 Tagen: 1. Mahnung oder Zahlungserinnerung mit Nachfrist von 5 Tagen.
  • nach 40 Tagen: 2. Mahnung. Einforderung von Verzugszinsen, Mahngebühr bzw. Mahnspesen. Androhung rechtlicher Schritte und einer Bitte um prompte Überweisung.
  • am 50. Tag: Übergabe an Inkassobüro, Anwalt kommt ins Spiel.

Hier der Mahnrhythmus einer Rechnung mit Zahlungsziel: 15. Mai

  • am 2. Juni: 1. Mahnung mit einer Nachfrist von einer Woche.
  • am 9. Juni: 2. Mahnung unter Androhung der Übergabe an ein Inkassobüro, Bitte um sofortige Überweisung.
  • am 15. Juni: Übergabe an das Inkassobüro.

Eine Klage nach dem ersten Tag der Überschreitung der Zahlungsfrist ist in Österreich möglich, in der Praxis aber unüblich. Auch die Tatsache, dass hauptsächlich in drei Schritten gemahnt wird, ist nicht vorgeschrieben, sondern eher ein ungeschriebenes Gesetz.

Fazit:

Mahnen ist immer eine unangenehme Sache. Denn es ist nunmal so, dass im Alltagsstress viele Dinge liegenbleiben – Rechnungen zu bezahlen ist eines davon. Ein kurzes Telefonat mit dem Kunden genügt im Normalfall, um an das ausständige Geld zu kommen. Den meisten Kunden ist es immens peinlich, andere wiederum haben Liquiditätsprobleme. Beweisen Sie Fingerspitzengefühl und unternehmerische Empathie.

Mehr Informationen zum Thema Mahnungen und säumige Kunden

Benötigen Sie weitere Informationen? Hier ein paar weiterführende Links:

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Michael Kunz
Michael ist Co-Founder und CEO von everbill. Als Gründer und Geschäftsführer hat er über die Jahre viel Erfahrung gesammelt. Expertise, die er im everbill Magazin weitergibt, um Ihnen den Business-Alltag zu erleichtern.

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