Das Kilometergeld beträgt in Österreich 0,50 Euro pro Kilometer, wenn du dienstlich mit dem eigenen PKW unterwegs bist. Abgerechnet werden höchstens 30.000 Kilometer pro Jahr — das sind maximal 15.000 Euro. Für Motorräder und Fahrräder gelten seit 1. Juli 2025 wieder 0,25 Euro pro Kilometer.
Wie hoch ist das Kilometergeld 2026?
Die Sätze stehen in der Kilometergeldverordnung (BGBl. II Nr. 289/2024), die seit 1. Jänner 2025 gilt und auf die Reisegebührenvorschrift 1955 verweist — dort stehen die konkreten Beträge.
| Fahrzeug | Satz ab 1.7.2025 (gilt 2026) | Satz 1.1.–30.6.2025 | bis 31.12.2024 | Höchstgrenze pro Jahr |
|---|---|---|---|---|
| PKW / Kombi | 0,50 € / km | 0,50 € / km | 0,42 € / km | 30.000 km |
| Motorrad / Motorfahrrad | 0,25 € / km | 0,50 € / km | 0,24 € / km | 30.000 km |
| Fahrrad / E-Bike | 0,25 € / km | 0,50 € / km | 0,38 € / km | 3.000 km |
| Mitbeförderte Person | 0,15 € / km je Person | 0,15 € / km je Person | 0,05 € / km je Person | 30.000 km |
Achtung, häufiger Fehler: Zwischen 1. Jänner und 30. Juni 2025 galten für Motorrad und Fahrrad ausnahmsweise 0,50 Euro pro Kilometer. Seit 1. Juli 2025 sind es wieder 0,25 Euro. Wenn du eine alte Abrechnung aus dem ersten Halbjahr 2025 prüfst, ist der höhere Satz also korrekt — für 2026 gilt er nicht mehr.
Ein Beispiel: Du fährst im Jahr 8.000 dienstliche Kilometer mit dem eigenen Auto. Das ergibt 8.000 × 0,50 Euro = 4.000 Euro, die du als Betriebsausgabe oder Werbungskosten ansetzen kannst.
Wann bekommst du Kilometergeld?
Vier Punkte müssen zusammenkommen:
| Voraussetzung | Was das heißt |
|---|---|
| Es ist eine Dienstreise | Eine Fahrt, die du für den Betrieb machst — nicht der tägliche Weg zur Arbeit. |
| Das Fahrzeug gehört nicht dem Betrieb | Du zahlst Sprit, Service und Versicherung selbst. Für ein Dienstfahrzeug gibt es kein Kilometergeld. |
| Du kannst die Fahrten nachweisen | Fahrtenbuch oder gleichwertige Aufzeichnungen (§ 2 Kilometergeldverordnung). |
| Die Höchstgrenze ist nicht überschritten | 30.000 km im Jahr, beim Fahrrad 3.000 km. |
Der Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte ist ausdrücklich ausgenommen. Dafür gibt es die Pendlerpauschale — ein eigenes System mit eigenen Regeln.
Belege sammeln, statt sie zu suchen
Wer Dienstreisen abrechnet, hat meist auch Tankbelege, Parkscheine und Hotelrechnungen herumliegen. In everbill erfasst du Belege und Ausgaben an einem Ort — sauber kategorisiert für deine Steuerberatung.
Was ist mit dem Kilometergeld alles abgegolten?
Das ist der Punkt, den viele übersehen: Mit dem Kilometergeld sind deine Fahrzeugkosten pauschal erledigt. Du kannst sie nicht zusätzlich einzeln absetzen. § 3 der Kilometergeldverordnung zählt auf, was drinsteckt:
- Absetzung für Abnutzung (AfA)
- Treibstoff und Öl
- Service- und Reparaturkosten aus dem laufenden Betrieb
- Zusatzausrüstungen
- Steuern und Gebühren
- Versicherungen
- Mitgliedsbeiträge bei Autofahrerklubs
- Finanzierungskosten
Heißt konkret: Wenn du Kilometergeld ansetzt, kannst du die Autoversicherung oder das große Service nicht noch einmal separat geltend machen. Wer sehr hohe Fahrzeugkosten hat, fährt unter Umständen mit der Einzelabrechnung besser — dazu findest du mehr im Artikel Auto absetzen.
Wie viel kannst du maximal absetzen?
Die Obergrenze ergibt sich aus Satz mal Höchstkilometer:
| Fahrzeug | Rechnung | Maximum pro Jahr |
|---|---|---|
| PKW / Kombi | 30.000 km × 0,50 € | 15.000 € |
| Motorrad / Motorfahrrad | 30.000 km × 0,25 € | 7.500 € |
| Fahrrad / E-Bike | 3.000 km × 0,25 € | 750 € |
| Mitbeförderte Person | 30.000 km × 0,15 € | 4.500 € |
Die Grenze fürs Fahrrad wurde ab 2025 von 1.500 auf 3.000 Kilometer verdoppelt — ein bewusster Anreiz, dienstliche Wege öfter mit dem Rad zu fahren.
Und was ist mit Fußwegen?
Für reine Fußwege sieht die Kilometergeldverordnung kein Kilometergeld vor. § 1 nennt ausdrücklich nur Personen- und Kombinationskraftwagen, Motorräder, Motorfahrräder und Fahrräder. Ältere Ratgeber führen hier noch einen eigenen Satz an — der beruht auf der Rechtslage vor 2025.
Wie weist du die Fahrten nach?
Ohne Aufzeichnungen kein Kilometergeld. § 2 der Kilometergeldverordnung verlangt ein Fahrtenbuch oder andere Aufzeichnungen, die eine verlässliche Beurteilung erlauben. Festhalten solltest du je Fahrt:
- Datum der Fahrt
- Start und Ziel
- Zweck der Fahrt (Kunde, Termin, Baustelle)
- gefahrene Kilometer
- Kilometerstand
Eine fertige Vorlage zum Ausfüllen findest du im Fahrtenbuch-Muster. Wie Kilometergeld mit Tages- und Nächtigungsgeld zusammenspielt, steht im Artikel Reisekosten absetzen.
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Häufige Fragen zum Kilometergeld
Wie hoch ist das Kilometergeld 2026 in Österreich?
Für den eigenen PKW oder Kombi sind es 0,50 Euro pro Kilometer. Motorrad, Motorfahrrad, Fahrrad und E-Bike liegen bei 0,25 Euro pro Kilometer. Für jede mitbeförderte Person kommen 0,15 Euro pro Kilometer dazu.
Warum lese ich manchmal 0,42 Euro pro Kilometer?
0,42 Euro war der PKW-Satz bis 31. Dezember 2024. Seit 1. Jänner 2025 gilt die Kilometergeldverordnung mit 0,50 Euro. Wer noch 0,42 Euro angibt, rechnet mit einem veralteten Wert.
Wie viele Kilometer kann ich pro Jahr abrechnen?
Bei PKW, Kombi, Motorrad und Motorfahrrad höchstens 30.000 Kilometer im Jahr. Beim Fahrrad und E-Bike sind es 3.000 Kilometer. Beim PKW entspricht das maximal 15.000 Euro pro Jahr.
Bekomme ich Kilometergeld für den Weg ins Büro?
Nein. Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte sind ausdrücklich ausgenommen. Dafür gibt es die Pendlerpauschale, die nach Entfernung und Zumutbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel berechnet wird.
Kann ich neben dem Kilometergeld auch Sprit und Versicherung absetzen?
Nein. Das Kilometergeld ist eine Pauschale und deckt AfA, Treibstoff, Service, Zusatzausrüstung, Steuern, Gebühren, Versicherung, Autofahrerklub-Beiträge und Finanzierungskosten bereits ab. Eine zusätzliche Einzelabrechnung dieser Posten ist nicht möglich.
Gilt das Kilometergeld auch für ein Dienstauto?
Nein. Kilometergeld gibt es nur für Fahrzeuge, die nicht dem Betriebsvermögen zuzurechnen sind. Wer ein Firmenfahrzeug fährt, bei dem der Betrieb die Kosten trägt, hat keinen Anspruch.
Was muss im Fahrtenbuch stehen?
Datum, Start und Ziel, Zweck der Fahrt, die gefahrenen Kilometer und der Kilometerstand. Statt eines klassischen Fahrtenbuchs sind auch andere Aufzeichnungen zulässig, solange sie eine verlässliche Beurteilung erlauben.
Gibt es Kilometergeld für Fußwege?
Die Kilometergeldverordnung nennt nur PKW und Kombi, Motorräder, Motorfahrräder und Fahrräder. Für reine Fußwege sieht sie kein Kilometergeld vor.
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Weiterführende Artikel
- Reisekosten absetzen: Tagesgeld, Nächtigungsgeld und Kilometergeld
- Fahrtenbuch-Muster zum Ausfüllen
- Pendlerpauschale: Wer sie bekommt und wie viel
- Auto absetzen: Kilometergeld oder tatsächliche Kosten?
- Die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung erklärt
Stand: September 2026. Quellen: BMF, WKO, RIS — Kilometergeldverordnung.
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