Linkbuilding bedeutet: andere Websites verlinken auf deine, und Google liest das als Vertrauenssignal für deine Domain. Die 6 wichtigsten Strategien dafür: Outreach, Gastbeiträge, Broken-Link-Building, Content-Ersatz, natürliches Linkbuilding durch starke Inhalte und, mit Vorsicht zu genießen, der Linkkauf. Weiter unten gehen wir jede davon im Detail durch, dazu Tool-Tipps und die Risiken der sogenannten Blackhat-Methoden.
Was ist Linkbuilding und warum brauchst du es?
Wenn deine Website bei Google vorne landen soll, kommst du an hochwertigen Inhalten und sauberem Onpage-SEO nicht vorbei. Bei starker Konkurrenz reicht das aber oft nicht aus — dann geben Backlinks den Ausschlag. Für Google sind sie ein Vertrauenssignal: Eine andere Website hält deinen Content für relevant genug, um darauf zu verweisen.
Welche SEO-Tools helfen beim Linkbuilding?
Für die Strategien weiter unten sind SEO-Tools wie Ahrefs, Sistrix oder SEMrush eine große Hilfe: Du findest damit defekte Links, siehst den Traffic fremder Websites und erkennst, wer bereits auf ähnliche Inhalte verlinkt. Alle drei bieten eine kostenlose Testphase; die laufenden Abo-Kosten unterscheiden sich je nach Anbieter und Funktionsumfang.
Die 6 wichtigsten Linkbuilding-Strategien
1. Kontakt zu Websites in deiner Branche aufnehmen (Outreach)
Bei Outreach geht es ums Kontakteknüpfen: Du suchst dir Websites aus deiner Branche, für die dein Content einen echten Mehrwert bietet, und sprichst sie an. Ob am Ende verlinkt wird, entscheidet aber die Gegenseite — überzeuge sie deshalb gleich in der ersten Nachricht davon, warum dein Link ihrer Seite nützt.
Wie gut das funktioniert, hängt stark von der Ansprache ab. Eine persönliche E-Mail, die auf die konkrete Website eingeht, bringt deutlich mehr als eine Standardmail an Dutzende Adressen gleichzeitig. Auf die eigene Startseite verlinkt zu werden überzeugt dabei selten — Artikel mit echtem Fachwissen zu deiner Branche schon eher.
2. Linkbuilding durch Gastbeiträge
Guestposting ist eng mit Outreach verwandt: Du suchst Blogs oder Websites deiner Branche mit relevantem Content und bietest ihnen einen Artikel zu einem Thema an, das dort noch fehlt. Im Gastbeitrag verlinkst du dann auf hilfreiche Inhalte deiner Website oder setzt einen Backlink im Autorenprofil — die Gegenseite bekommt dafür kostenlos einen fertigen, hochwertigen Artikel.
Passende Gelegenheiten findest du zum Beispiel über die Google-Suche nach „Branche intitle:Gastbeitrag“. Du kannst aber auch Websites anschreiben, die Gastbeiträge nirgends explizit anbieten — viele freuen sich trotzdem über gut recherchierten Content.
3. Defekte Links aufspüren (Broken-Link-Building)
Links veralten: URLs ändern sich, Seiten verschwinden. Genau da setzt Broken-Link-Building an — du suchst kaputte Links in Artikeln deiner Branche und bietest an, den toten Link durch einen Verweis auf deinen passenden Content zu ersetzen.
Um solche Links zu finden, hilft ein SEO-Tool wie Ahrefs: Du gibst die Domain eines Mitbewerbers oder einer thematisch passenden Website ein und bekommst alle defekten Links auf der Seite angezeigt. Danach prüfst du, ob du bereits passenden Content hast — oder ihn erst noch erstellen musst.
4. Schwache Inhalte durch besseren eigenen Content ersetzen
Wer extern verlinkt, will seinen Leser:innen den größten Mehrwert bieten — nur weiß die verlinkende Seite oft gar nicht, dass es inzwischen bessere Quellen gibt. Genau hier setzt diese Strategie an: Du machst die Website darauf aufmerksam, dass dein Content den bisherigen Link fachlich überholt.
Auch dafür hilft dir ein SEO-Tool: Suche nach einem relevanten Thema, lass dir häufig verlinkte Seiten anzeigen und prüfe, welche du mit besserem Content schlagen kannst. Ein zu knapper Artikel zu einem komplexen Thema ist dabei ein guter Kandidat.
5. Natürliches Linkbuilding durch hochwertige Inhalte
Diese Strategie kommt heute seltener zum Einsatz: Du erstellst eine so gute Ressource, dass andere Websites von selbst darauf verlinken. Das Problem ist die fehlende Garantie — selbst ein exzellenter Artikel wird nicht automatisch gefunden, und bis genug Leser:innen ihn über Google oder soziale Medien entdecken, kann es dauern.
Verlass dich deshalb nicht allein auf den Zufall. Die wichtigsten SEO-Tipps für Texte erhöhen deine Chancen auf ein gutes Ranking zusätzlich, und aktive Promotion über Kanäle wie LinkedIn oder Instagram bringt deinen Content überhaupt erst vor die richtigen Augen.
6. Links kaufen
Backlinks zu kaufen ist eine alte, aber riskante Strategie: Sie verspricht Verweise von Domains mit hoher Autorität, ohne dass du selbst Kontakte aufbauen musst. In der Praxis läuft das meist über bezahlte Gastbeiträge — du bezahlst die Website-Betreiber:innen für die Veröffentlichung eines Artikels mit deinem Link. Google stuft gekaufte Links offiziell als Verstoß gegen die Richtlinien ein, mehr dazu im Blackhat-Abschnitt weiter unten.
Noch ein paar Praxis-Tipps
- Für Gastbeiträge: Schreib Inhalte, die inhaltlich zur Ziel-Website passen — kein austauschbarer Standardtext.
- Verlinke nicht auf generische Seiten wie die Startseite, sondern auf konkrete, hilfreiche Artikel.
- Verzichte auf Money-Anchor-Texte wie „Klempner Wien“ — Google und Leser:innen werten das schnell als Keyword-Spam. Brand-Anchor-Texte oder natürliche Linktexte wirken glaubwürdiger.
- Wenn dir die Zeit fehlt, kann eine spezialisierte Agentur die Umsetzung übernehmen.
Weniger Zeit für Rechnungen, mehr Zeit für Content
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Ist ein privates Blognetzwerk (PBN) eine sinnvolle Linkbuilding-Strategie?
Ein privates Blognetzwerk (PBN) war früher eine beliebte Strategie: Dir gehören mehrere Domains und Blogs, auf denen du Artikel veröffentlichst, um möglichst viele Backlinks zu deinem eigentlichen Projekt zu setzen — ohne dass die einzelnen Artikel besonders hochwertig sein müssen.
Heute ist das keine gute Idee mehr. Ein PBN zählt zu den Blackhat-Methoden, die gegen die Richtlinien von Google und anderen Suchmaschinen verstoßen. Das heißt nicht automatisch, dass eine solche Strategie sofort auffliegt oder zu einer Strafe führt — das Risiko ist aber real, und es wächst. Google erkennt die Vernetzung eines PBNs heute deutlich zuverlässiger als noch vor einigen Jahren, unter anderem am Muster der verlinkenden Domains. In Österreich und Deutschland macht die Impressumspflicht ein anonym betriebenes Blognetzwerk zusätzlich schwerer umsetzbar.
Häufig gestellte Fragen zu Linkbuilding-Strategien
Welche Linkbuilding-Strategie ist am effektivsten?
Es gibt keine Universal-Antwort — Outreach und Gastbeiträge liefern meist die verlässlichsten Ergebnisse, weil du aktiv Kontakte aufbaust statt auf Zufall zu setzen. Broken-Link-Building eignet sich gut, wenn du bereits passenden Content hast.
Ist Linkbuilding noch relevant für SEO?
Ja. Backlinks bleiben neben Content-Qualität und Onpage-SEO einer der wichtigsten Rankingfaktoren, besonders in Branchen mit starker Konkurrenz um dieselben Keywords.
Was passiert, wenn ich Backlinks kaufe?
Gekaufte Links verstoßen gegen die Google-Richtlinien. Das führt nicht zwingend sofort zu einer Abstrafung, ist aber ein bewusstes Risiko — Google wird bei der Erkennung solcher Links immer besser.
Was ist ein Money-Anchor-Text und warum ist er riskant?
Ein Money-Anchor-Text ist ein Linktext mit direktem Ziel-Keyword, z. B. „Klempner Wien“. Häufen sich solche Linktexte unnatürlich, werten Google und Leser:innen das als Keyword-Spam. Natürliche oder Brand-Linktexte wirken glaubwürdiger.
Wie finde ich Websites für Gastbeiträge?
Suche in Google nach „Branche intitle:Gastbeitrag“ oder schau dir Blogs deiner Branche an, die regelmäßig Beiträge unterschiedlicher Autor:innen veröffentlichen. Auch Websites ohne explizites Gastbeitrags-Angebot lohnen oft eine Anfrage.
Ist ein privates Blognetzwerk (PBN) erlaubt?
Ein PBN verstößt gegen die Google-Richtlinien und zählt zu den Blackhat-Methoden. Google erkennt die Vernetzung solcher Netzwerke heute zuverlässiger als früher — vom Aufbau eines PBNs ist deshalb abzuraten.
Brauche ich ein SEO-Tool für Linkbuilding?
Zwingend nötig ist es nicht, erleichtert aber vor allem Broken-Link-Building und die Suche nach austauschbaren Inhalten erheblich. Ahrefs, Sistrix und SEMrush bieten dafür kostenlose Testphasen.
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Stand: Juli 2026. Dieser Beitrag gibt eine allgemeine Einschätzung wieder und ersetzt keine individuelle SEO-Beratung.
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