Pokémon Go: Einzelhändler profitieren vom Hype

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Die ganze Welt steht Kopf wegen Nintendos „Pokémon Go“. Immer mehr Firmen springen auf den Zug auf und nutzen die Funktionen des Spiels zu Marketingzwecken. Gerade im Einzelhandel lässt das finanzielle Potenzial der App neue Werbemöglichkeiten erahnen.

Wie Einzelhändler von Pokémon Go profitieren können

  • Pokémon Go: Ein weltweiter Trend
  • Ungeahnte Chancen für den Handel
  • Wie Händler Pokémon Go nutzen
  • Was die Zukunft bringt

Pokémon Go: Alles zum Hype

Gerade erst hat das frühere Nintendo & Game Boy Spiel „Pokémon“ die Smartphones erreicht und schon ist ein regelrechter Wirbel ausgebrochen. Pokémon Go: Das heißt, überall stehen Menschen und starren (noch mehr als sonst) auf ihr Smartphone. Nicht selten laufen die Pokejäger gegen Hydranten oder Laternen und die Fußabdrücke in den auf dem Gehsteig liegenden Hundehaufen steigen in exponentiellem Ausmaße.

Das System ist schnell erklärt: Es geht darum, virtuelle Monster (Pokémon) zu fangen und diese gegeneinander kämpfen zu lassen. Um voranzukommen, also Punkte zu sammeln, Goodies zu erhalten und Upgrades zu erwirtschaften, müssen die Spieler möglichst große Strecken zu Fuß zurücklegen und Pokémon einsammeln. Das Spiel basiert auf echten Geodaten. Bei eingeschalteter Kamera werden die Monster auf dem Smartphone-Bildschirm in die echte Umgebung eingeblendet. Straßen, Wiesen oder Geschäfte und Einkaufszentren werden zum Jagdgebiet.

Pokémon Go: Jeder spricht darüber, fast alle sind dabei und viele machen damit sogar ein Geschäft. Wie das funktioniert, erkläre ich jetzt einmal kurz:

Wie Händler Pokémon Go für ein Monstergeschäft nutzen

Letztens, als ich auf der Mariahilferstraße unterwegs war, habe ich unzählige Menschen vor der McDonalds-Filiale stehen sehen – und zwar mehr als sonst noch. Mein Gedanke hierzu: Entweder es gibt etwas gratis oder ein Promi hat seine eigene Burger-Kollektion rausgebracht und stellt diese nun vor.

Aber nein, schnell wurde ich aufgeklärt: McDonalds hat einen Hotspot für Pokémon-Jäger (bzw. Trainer – so nennt man diese nämlich) eingerichtet. Mir wurde erklärt, es wurde hier ein Pokémon-Lockmodul installiert. Und jetzt gleicht der Gehsteig vor der Filiale quasi einem Drive-In Schalter für Pokémon.

In den USA wie hier wittern bereits die ersten Händler lukrative Geschäfte.

Ein weiteres Beispiel aus dem Fundus „Marketing durch Pokémon“: Ein Wiener Autoteile-Händler gewährt 20 Prozent Nachlass auf Scheibenwischer oder Motoröle, wenn man auf dem Firmengelände ein virtuelles Monster fängt.

Händler errichten sogenannte Pokéstops:

Durch das Einrichten eines solchen „Hotspots für Pokémon“ können Einzelhändler Kundschaft in die Läden locken. Für Spieler werde das Einkaufserlebnis und die Verbundenheit zu den Geschäften vor Ort gesteigert und die Läden selbst könnten in der virtuellen Welt auf sich aufmerksam machen, indem sie Gutscheine oder Rabatte für die erfolgreichen „Jäger & Sammler“ verteilen bzw. gewähren.

Das US-Wirtschaftsmagazin „Forbes“ erklärt bereits ganz konkret, wie Geschäftsbesitzer vom Hype profitieren können: „Weisen Sie sie nicht zurück, locken Sie sie an“.
Unternehmer sollen sich die Werbemöglichkeiten zunutze machen und nicht kopfschüttelnd vor dem Hype zurückschrecken.

Wie McDonald und Co. können auch andere Firmen und Geschäfte Köder auf die virtuelle Karte setzen, die Monster für 30 Minuten anlocken. Wenn Geschäfte das machen, könnte die „Pokémon“-Ansammlung in ihrer Nähe auch potenzielle Kunden anziehen. 100 Lockmittel sind aktuell im günstigsten Fall für rund 68 Dollar (61 Euro) zu haben.

In Zukunft wieder also Jäger und Sammler

Der Chef des Co-Entwicklers Niantic Labs, John Hanke, erklärte erst letztens der „New York Times“, dass es in der Zukunft für Geschäfte offiziell die Möglichkeit geben soll, im Spiel mit gesponserten Punkten aufzutauchen. Quasi also Google Ads für die Pokéwelt. Konkrete Zeitpläne gibt es aber noch nicht.

Ob und inwieweit Pokémon-Verkäufer eine Registrierkasse führen müssen, ist bisher übrigens noch nicht geklärt. Wir halten Sie hierzu aber natürlich auf dem Laufenden.

Okay, okay – das war jetzt ein schlechter Witz. Aber generell ist das Netz voller lustiger Meldungen Pokémon Go betreffend. Die besten Meldungen aus den Social Media Kanälen haben wir hier gesammelt.

Pokémon Go: die besten Reaktionen aus dem Netz

1.) Da hat Ray eigentlich recht:

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2.) Bitte nicht einsteigen:

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3.) Hat Jan heimlich einen Pokétrainer bei Nintendo eingeschleust?

Jan Böhmermann Pokemon go

4.) Vielleicht bekomme ich für meine Mighty Max Sammlung auch noch was

twitter Meldung Pokemon go

5.) Well played Burger King

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6.) Skandal: Kundin findet lebendes Hornliu in ihrem BigMac

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7.) Pokémon Go erreicht die Printwerbung

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8.) Klar geht der Trend an Sixt nicht spurlos vorüber

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Dominik Stelzig
Dominik Stelzig
Dominik Stelzig
Der Salzburger Dominik Stelzig lebt inzwischen in Wien, ist Buchautor sowie Werbetexter und Creative Director. Für das everbill Marketing ist ihm eines klar: Egal ob digital oder handgeschrieben – Worte machen nur Sinn, wenn Taten folgen.

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