Pedram Parsaian über die härteste Lektion des Unternehmerstums

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„Was ist die härteste Lektion, die dich das Leben als Unternehmer lehrt?“ Mit dieser Fragestellung sind wir an Pedram Parsaian herangetreten. In seinem Artikel teilt er seine Erfahrungen, erzählt von den größten Hürden sowie härtesten Lektion und gibt Tipps, wie man sich und sein Umfeld ein wenig neu gestaltet.


Pedram Parsaian ist Marketing-Professional, Geschäftsführer und Unternehmer. Als Autor und Speaker teilt er seine Erfahrungen und die Lektionen, die ihn das Leben gelehrt hat. Diese verpackt er seit Anfang 2018 gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Ilja Jay in einem umfassenden – aber vor allem ehrlichen – Motivations-Blog. Bei dreamerswhodo.at sollen Nachwuchs-Unternehmer Inspiration finden, Dinge neu zu denken, Motivation erlangen, um Umstände zu verändern und die Kraft erlangen, die eigenen Vorhaben auch wirklich umzusetzen.

Pedram Persaian über das Unternehmertum in Österreich und die wirklich harten Lektionen des Lebens

Das Unternehmertum ist schon eine komische Sache. Nirgendwo wirst du so viel Erfüllung und Glück finden und nirgendwo wirst du so viele gescheiterte Existenzen finden.

Man sagt, dass rund 95 % der neuen Unternehmen scheitern. Warum das so ist? Dafür gibt es unendlich viele Gründe. Meist sind es aber nicht nur der Markt, die Kunden (die nicht vorhanden sind), oder die fehlende Strategie. Meist sind es die Gründer selbst. Der Faktor Mensch spielt wie überall auch hier eine tragende Rolle. Wenn der Founder eines Unternehmens nicht bereit ist, sich auf die Herausforderungen des Unternehmertums einzulassen, wenn er nicht bereit ist Dinge zu tun und zu erlernen, die ihm unangenehm sind, dann ist sein Unternehmen zum Scheitern verurteilt, noch bevor es begonnen hat. Wenn das Unternehmertum dir eines bringt, dann sind das konstante Lehren. Kein Tag gleicht dem anderen. Kein Tag enttäuscht. Du wirst nicht immer gewinnen. Aber du wirst immer lernen.

Ich habe bereits einige Unternehmen erfolgreich gegründet. Sowohl als Nebenprojekte zu einem Angestelltenjob, als auch als Vollzeit Unternehmer. Viele Projekte scheiterten, doch einige blieben erhalten. Diese sind es, die mich bis heute antreiben mehr aus mir und meinen Firmen zu machen.

Mit jedem Fehlschlag lernte ich dazu. Und heute? Heute bin ich in der glücklichen Lage, 3 Firmen erfolgreich führen zu dürfen. Ohne diese Fehlschläge zuvor wäre das niemals möglich gewesen. Von all den Lektionen, die mir das Unternehmertum beigebracht hatte, sticht eine besonders heraus. Eine die mit nichts anderem zu tun hat, als dir selbst, als Founder deiner Firma.

Und diese, härteste und wichtigste aller Lektionen lautet:

„Entweder du brennst für deine Sache, oder du wirst verbrannt.“

Was meine ich damit? Nimm dir die Zeit und sprich mit einigen Start-Up-Foundern. Sieh ihnen dabei in die Augen und höre auf ihre Worte. Dir wird unweigerlich eine Sache auffallen: Pure Begeisterung. Du spürst die Motivation von jungen Gründern so stark, dass du denkst du könntest sie in der Luft ergreifen. Sie haben ein Feuer in den Augen, dass man sonst nur von Top-Sportlern kennt.

Dieses Brennen hat drei Vorteile:

  • Begeisterung: Sie entfachen das Feuer auch bei anderen und begeistern so Investoren, Mitarbeiter, Partner und Kunden schneller sowie leichter von der eigenen Idee.
  • Antrieb: Sie motivieren sich selbständig und intrinsisch zu Höchstleistungen und langen Arbeitstagen, da sie an eine langfristige Vision glauben.
  • Schutz: Sie überstehen jede Challenge – denn das Feuer in ihnen brennt stärker, als die Flammen (Challenges, Hürden, Neider, Hater) um sie herum.

Die härteste Lektion, die mich das Unternehmer-Leben jemals gelehrt hat, ist dass dieses Feuer nicht ewig währt, wenn man sich nicht darum kümmert. Das Brennen, das Start-Up-Founder haben, erlischt mit der Zeit. Nämlich meist dann wenn die ersten großen Hürden eintreffen. Wenn die rosige Vorstellung von der Zukunft nicht mehr mit der harten Realität übereinstimmt.

Du musst als Unternehmer einen Weg finden, über die Anfangsphase hinaus für deine Sache zu brennen. Motivation alleine reicht nicht. Du musst Begeisterung verkörpern und anderen damit Energie spenden, wie ein Lagerfeuer den Menschen Wärme spendet.

Finde einen Weg, dich nachhaltig zu motivieren. Wisse stets „WARUM“ du etwas machst, nicht nur was du machst. Verfolge ein langfristiges Ziel, das DIR wertvoll genug erscheint, um nachhaltig verfolgt zu werden.

Arbeite stets an dir und feier dich selbst!

Freu dich, denn jeden tag als Unternehmer lernst du etwas Neues. Jeden tag wirst du ein Stückchen besser. Und genau dieser stetige Progress, die kleinen Gewinne im Leben sind das Öl, was dein Feuer konstant am Leben erhalten wird.

DU bist dein größtes Vermögen. Lass es niemals erlischen.

Pedram Parsaian

Dominik Stelzig
Dominik Stelzig
Dominik Stelzig
Der Salzburger Dominik Stelzig lebt inzwischen in Wien, ist Buchautor sowie Werbetexter und Creative Director. Für das everbill Marketing ist ihm eines klar: Egal ob digital oder handgeschrieben – Worte machen nur Sinn, wenn Taten folgen.

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