Gehalt verhandeln: So machen Sie’s richtig

Everbill Dr. Pramböck über gehalt verhandeln

Dr. Conrad Pramböck klärt Sie in seinem Gastbeitrag darüber auf, wie Sie erfolgreich Ihr Gehalt verhandeln. Befolgen Sie diese Tipps – denn nur so gelingt’s.

Bandbreite festlegen beim Gehalt verhandeln

Lesen Sie in diesem Beitrag:

  • Wie Sie das angemessene Gehalt für sich finden
  • Wie Sie mit der Frage nach Ihrem Gehaltswunsch umgehen
  • Wie Sie Ihr Gehalt steigern können

In jedem Bewerbungsgespräch sollten Sie auf folgende Frage vorbereitet sein: „Was verdienen Sie derzeit, und wie viel wollen Sie im neuen Job verdienen?“

Gehälter miteinander vergleichen

Nur wenn Sie auf diese Frage richtig bzw. angemessen reagieren, werden Sie ein gutes Gehalt verhandeln können. Große Gehaltssprünge über 10 Prozent sind meist nur bei einem Jobwechsel möglich. Wenn Sie sich am Anfang zu billig verkaufen, bleiben Sie vermutlich für die nächsten Jahre unterbezahlt. Häufig ist die Beantwortung der Frage nach Ihrem Gehaltswunsch aber eine Gratwanderung: Einerseits wollen Sie sich nicht unter Ihrem Wert verkaufen, andererseits könnten Sie aber auch gleich aus dem Bewerbungsprozess ausscheiden, wenn Ihre Vorstellungen zu hoch liegen.

Mein Expertentipp: Recherchieren Sie unter Freunden, Bekannten und im Internet so gut es geht nach den marktüblichen Gehältern. Eine schnelle Google-Suche hilft Ihnen, das durchschnittliche Gehalt in der Berufssparte herauszufinden. Dadurch bekommen Sie ein Gefühl dafür, welche Bezahlung branchenüblich ist und wie Ihr Gehalt im Marktvergleich liegt.

Was wollen Sie verdienen? Richtig antworten!

Wie gehen Sie aber nun tatsächlich im Bewerbungsgespräch mit der Frage nach Ihrem Gehaltswunsch um?

Ich empfehle Ihnen, die Frage zurückzugeben. Fragen Sie, wie hoch die Gehaltsbandbreite für diese Position ist. Das bedeutet nichts anderes als: Wie viel verdienen vergleichbare Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen? Ihr Gegenüber wird sich nicht immer darauf einlassen.

Mein Tipp: In Verhandlungen ist es wie bei einem Mikado-Spiel: Wer sich zuerst bewegt und seine Vorstellungen preisgibt, hat verloren. In manchen Fällen bekommen Sie aber eine Antwort. Wenn die Personalchefin eine Gehaltsbandbreite nennt, zum Beispiel zwischen 40.000 und 50.000 Euro im Jahr, dann sprechen Sie nur noch über das obere Ende und sagen: „Bei 50.000 Euro könnten wir uns gerade noch einigen.“ Das untere Ende der Bandbreite erwähnen Sie überhaupt nicht mehr.

Gehalt steigern: so gelingt es Ihnen

Mehr Tipps, wie Sie Ihr Gehalt verhandeln bzw. es steigern können, sehen Sie in meinem kurzen Video oder direkt in meinem Online-Kurs bei Neukurs.at.

Über Dr. Conrad Pramböck:

Dr. Conrad Pramböck ist einer der führenden Gehaltsexperten in Europa. Er leitet bei der Personalberatung Pedersen & Partners seit Januar 2012 den Geschäftsbereich Compensation Consulting und ist in dieser Funktion für die Beratung von Unternehmen in Gehaltsfragen verantwortlich.
Zu seinen Schwerpunkten zählen Gehaltsvergleiche, die Konzeption und Einführung von variablen Vergütungssystemen und Karrieremodelle in über 40 Ländern weltweit. Conrad Pramböck ist Lektor und Vortragender an verschiedenen Fachhochschulen und Universitäten zu Gehalts- und Karrierethemen. Er ist Kooperationspartner der WU Executive Academy und berät im Rahmen eines Mentoringprogramms MBA Alumni der Wirtschaftsuniversität Wien in Karrierefragen.

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