Facebook Reichweite 2018: Achtung vor Engagement-Bait-Strategien durch Kommentare, Tags & Co.

facebook reichweite titelbild 2018

Gewinnspiele, Umfragen und Rätsel waren stets ein beliebtes Mittel, um die Facebook Reichweite zu erhöhen. Insider haben schon lange davon abgeraten. Und nun ist es Fakt: Der Versuch, die Reichweite über diese Engagement-Bait-Strategien zu erhöhen, wirkt sich negativ auf die Seitenperformace aus.

Engagement-Bait-Taktiken degradieren die Facebook Seite

Facebook arbeitet schon länger an strengen Verfahren, um Facebook-News-Feed-Ranking möglichst von marktschreierischen Inhalten zu befreien. Seiteninhalte mit sogenannten Engagement-Bait-Taktiken werden folglich degradiert. Mit Dezember 2017 wurden die Neuerungen aktiv und forderten schon so manches Opfer.

Was sind Engagement-Bait-Taktiken

Hierunter fallen alle Maßnahmen, die den Newsfeed-Algorithmus nutzen, um Nutzerinteraktionen durch

    1. Likes,
    2. Shares,
    3. Kommentare
    4. und andere Aktionen

zu steigern.

Clickbait-Überschriften werden dabei ebenso negativ bewertet wie Links zu qualitativ minderwertigen Webseitenerfahrungen. Facebook möchte dabei die Verbreitung von spammigen, sensationellen oder irreführenden Inhalten reduzieren und sinnvollere sowie authentischere Unterhaltungen vorantreiben. Es wird vermutet, dass es bei Facebook einen internen Qualitätsranking von Pageinhalten gibt, vergleichbar mit den Search Quality Evalator Guidelines von Google.

Was ist neu 2018

Seit Dezember 2017 werden Clickbait-Beiträge im News Feed missachtet bzw. reduziert angezeigt. Seit Anfang Januar 2018 werden alle Inhalte von Seiten fortwährend überprüft. Hierzu hat Facebook ein maschinelles Lernmodell entwickelt, das eben diese Art von Beiträgen, Überschriften etc. erkennt und degradiert. Wer wiederholt gegen die Richtlinien verstößt und die Interaktions-Köder dennoch „auswirft“, wird in der Rangliste der News-Feeds herabgestuft.

Was bedeutet das für meine Facebook Seite bzw. die meiner Kunden?

Ganz einfach: Leute dürfen nicht mehr direkt dazu aufgefordert werden, etwas zu liken, zu teilen oder zu kommentieren. (Start-Rollout seit dem 18. Dezember). Werbekampagnen, die ein künstliches Engagement fördern, werden als Engagement-Hetze betrachtet und wirken sich negativ auf die Performance der Seite aus.

React baiting: Hierunter fallen alle Maßnahmen, die Leute zu bitten, auf den Beitrag zu reagieren (beinhaltet alle Reactions – like/wow/love…).
Comment baiting: Hierunter fallen alle Maßnahmen, die Leute zu bitten, mit spezifischen Antworten (Wörter, Zahlen, Phrasen oder Emojis) zu kommentieren.
Share baiting: Hierunter fallen alle Maßnahmen, die Leute dazu auffordern, den Beitrag mit ihren Freunden zu teilen.
Tag baiting: Hierunter fallen alle Maßnahmen, die darauf abzielen, dass User ihre Freunde zu markieren.
Vote baiting: Vote baiting zielt darauf ab, Reaktionen, Kommentare etc. zur Stimmabgabe zu sammeln.

 

Facebook empfiehlt daher, die Seitenbeiträge zu überprüfen und sich weiterhin darauf zu konzentrieren, den relevantesten Content für die Zielgruppe zu erstellen. Authentizität wird folglich immer wichtiger als Marke.

Quellen und weiterführende Links:
Facebook fighting engagement bait
Dominik Stelzig
Dominik Stelzig
Dominik Stelzig
Der Salzburger Dominik Stelzig lebt inzwischen in Wien, ist Buchautor sowie Werbetexter und Creative Director. Für das everbill Marketing ist ihm eines klar: Egal ob digital oder handgeschrieben – Worte machen nur Sinn, wenn Taten folgen.

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