Deckungsbeitrag: die wichtigsten Fakten schnell erklärt von Michael Gebel

cashflow und Deckungsbeitrag

Der Deckungsbeitrag ist ein wichtiger Begriff aus der Kosten- und Leistungsrechnung. Doch was gibt dieser an? Wie setzt er sich zusammen und was hat das alles dann eigentlich zu bedeuten?

Deckungsbeitrag: alles, was Sie wissen müssen

  • Was ist der Deckungsbeitrag?
  • Was ist eine Vollkostenrechnung?
  • Was ist eine Teilkostenrechnung?

Was ist der Deckungsbeitrag?

Der Deckungsbeitrag (DB) ist ein wichtiger Begriff aus der Kosten- und Leistungsrechnung (KLR). Er definiert die Differenz zwischen den Erlösen und den variablen Kosten und gibt an, wie viel ein bestimmtes Produkt zur Deckung der Fixkosten beiträgt. Daraus resultiert der sogenannte „Break-Even-Point“, der die Absatzmenge, ab der das Unternehmen einen Gewinn erzielt, angibt.

Was bestimmt die Vollkostenrechnung?

Bei der Vollkostenrechnung werden alle Kosten auf die Kostenträger, zum Beispiel Produkte oder Dienstleistungen, verrechnet. Ziel ist es, einen kostendeckenden Preis zu ermitteln. Der Verkaufspreis der angebotenen Leistung muss langfristig alle Kosten decken und zusätzlich noch einen Gewinnanteil umfassen.
Die Teilkostenrechnung verrechnet nur einen Teil der Gesamtkosten auf die Kostenträger, zum Beispiel Produkte und Dienstleistungen. Konkret verrechnet die Teilkostenrechnung nur die variablen Kosten auf den Kostenträger. Variable Kosten sind die Kosten, die anfallen, wenn das Produkt oder die Dienstleistung verkauft oder erbracht wird.

Wir beginnen mit der Vollkostenrechnung am Beispiel eines Eisverkäufers:

Es werden alle Kosten auf die Produkte verrechnet. Der Umsatz beträgt 1.000 €, die Material- und Fertigungskosten 500 €, die Miete beträgt 250 €. Wir haben also Kosten in Höhe von 750 €. 500 € davon sind variable Kosten. Sie fallen nur an, wenn eine Kugel Eis auch produziert wird. Die 250 € Miete sind fix.
Es ergibt sich also ein Gewinn in Höhe von 250 €. Bzw. 0,25 € je Kugel bei 1.000 Kugeln Eis.

Was ist die Teilkostenrechnung?

Es werden nur die variablen Kosten auf die Produkte verrechnet. Die Fixkosten werden außen vor gelassen. Der Umsatz beträgt wieder 1.000 €, die Material- und Fertigungskosten – variable Kosten – betragen 500 €. Jetzt führen wir einen neuen Begriff ein: den Deckungsbeitrag. Der Deckungsbeitrag ergibt sich aus dem Umsatz abzüglich der variablen Kosten und beträgt damit 500 €. Der Deckungsbeitrag soll zu den Fixkosten beitragen.
Das Ergebnis unserer Teilkostenrechnung ist also der Deckungsbeitrag von 500 € bzw. 0,50 € je Eiskugel. Wenn wir von unserem Deckungsbeitrag unsere Fixkosten – also die Miete – abziehen, kommen wir wieder auf einen Reingewinn in Höhe von 250 € bzw. 0,25 € je Kugel.

Noch Fragen?

Haben Sie noch Fragen? Wollen Sie die den ganzen Beitrag lesen? Den online Kurs von Herrn Gebel, sowie viele weitere Artikel und spannende Interviews finden Sie hier.

Über Michael Gebel:

Michael Gebel ist diplomierter Kaufmann und hat in Tübingen BWL, Jura und Philosophie studiert. 1997 gründete er das Beratungs- und Trainingsunternehmen BTI – Business Training International GmbH und sitzt diesem seither als Geschäftsführer vor. Seine Aufgaben liegen in der Entwicklung von Trainingskonzepten, Managementsimulationen und Planspielen.

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