13. und 14. Monatsgehalt: Das gilt es zu beachten!

Das 13. und 14. Monatsgehalt (Urlaubs und Weihnachtsgeld) stellen für Unternehmer und Geschäftsführer ungeliebte Zusatzkosten dar. Während sich die Angestellten über mehr Geld freuen, verzweifeln viele Chefs an dem Mehraufwand. Auf diese Dinge sollten Sie als Arbeitgeber auf jeden Fall achten:

Häufige Fragen zum 13. und 14. Monatsgehalt:

  • Ist eine Auszahlung von 13. und 14. Monatsgehalt verpflichtend?
  • Wann muss die Auszahlung erfolgen?
  • Wie hoch muss das Zusatzgehalt sein?
  • Können Sie die Kosten aufsplitten?
  • Müssen Sie Sonderzahlungen bei Krankenstand oder Karenz auszahlen?

Müssen Sie als Arbeitgeber 13. und 14. Monatsgehalt auszahlen?

Ob Anspruch auf das 13te und 14te Monatsgehalt besteht, ist im Kollektivvertrag der jeweiligen Branche geregelt. Besteht kein Kollektivvertrag, können das Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Arbeitsvertrag festhalten. In jedem Fall gilt: Vertragliche Vereinbarungen sind unbedingt einzuhalten. Darüber hinaus werden andere Sonderzahlungen, wie etwa Bilanzgelder, Bonifikationen etc., meist ebenfalls in den Arbeitsverträgen oder sogenannten freien Betriebsvereinbarungen geregelt.

Wann ist das 13. und 14. Monatsgehalt zu bezahlen?

Ebenso wird per Kollektivvertrag geregelt, wann und in welcher Höhe die Sonderzahlungen auszuzahlen sind. Meistens handelt es sich dabei um ein Monatsgehalt und wird im Juni/Juli (Urlaubsgeld oder 14 Monatsgehalt) bzw. November/Dezember (Weihnachtsgeld oder 13. Monatsgehalt) ausbezahlt. Bei unterjähriger Beschäftigung werden das 13. und 14. Monatsgehalt, sofern Anspruch besteht, aliquot abgerechnet.

Höhe der Zusatzgehälter und Sonderzahlungen.

Prinzipiell gibt es keine gesetzlichen Vorgaben zu Sonderzahlungen. Aus diesem Grund können Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowohl die konkrete Höhe, als auch Fälligkeit des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes vertraglich frei vereinbaren. Normalerweise wird das Urlaubs- oder Weihnachtsgeld auf ein Monatsgehalt oder einen Monatslohn (meistens der erste Bruttobezug des Jahres) angepasst. In einigen Branchen kann es jedoch vorkommen, dass weniger gezahlt wird ( z.B. 2-3 Wochenlöhne). Arbeitstechnischer Mehraufwand wie geleistete Überstunden oder Erfolgsprämien müssen nur dann im Urlaubs- oder Weihnachtsgeld enthalten sein, wenn dies per Kollektivvertrag vereinbart wurde. Achtung: Hier können durchaus Kosten anfallen mit denen Sie als Arbeitgeber nicht gerechnet haben!

Bei Teilzeitbeschäftigten müssen regelmäßige Mehrstunden (nicht Überstunden!) beim 13. und 14. Monatsgehalt immer berücksichtigt werden. Diese Sonderzahlungen entfallen nur, wenn für die Mehrstunden Zeitausgleich vereinbart wurde. Für Zeiten von Karenzurlaub, Präsenz- oder Zivildienst steht Arbeitnehmern kein 13. und 14. Monatsgehalt zu. Freien Dienstnehmern und Werkvertraglern steht kein 13. und 14. Monatsgehalt zu.

Können Sie die Sonderzahlungen auf mehrere Monate aufsplitten?

JA! Einige Institutionen und Unternehmen teilen Ihre Sonderzahlungen von 13. und 14. Monatsgehalt auf 4 Quartalraten auf, um sich etwas mehr finanziellen Spielraum zu verschaffen. Eine monatliche Ausschüttung (also eine Zahlung auf 12 Monate aufgeteilt) ist hingegen nicht möglich, da in diesem Fall Abgaben zu bezahlen wären.

Müssen Sie Sonderzahlungen bei Krankenstand oder Karenz auszahlen?

In den folgenden Fällen sind keine Sonderzahlungen zu entrichten:

  • Für die Zeit einer Karenz (§ 15f Abs 1 Mutterschutzgesetz, § 7c Väter-Karenzgesetz).
  • Für die Zeit des Präsenz-, Ausbildungs- oder Zivildienstes (§ 10 Arbeitsplatz-Sicherungsgesetz).
  • Während einer Bildungskarenz (§ 11 Abs 2 AVRAG),
  • In der Zeit einer Sterbebegleitung (§ 14a Abs 6 AVRAG).
  • Oder wenn schwersterkrankte Kinder betreut werden müssen (§ 14b AVRAG).
Dominik Stelzig
Dominik Stelzig
Dominik Stelzig
Der Salzburger Dominik Stelzig lebt inzwischen in Wien, ist Buchautor sowie Werbetexter und Creative Director. Für das everbill Marketing ist ihm eines klar: Egal ob digital oder handgeschrieben – Worte machen nur Sinn, wenn Taten folgen.

Kommentare