eCommerce: Neue Studie zum Online-Handel-Boom

ecommerce titelbild gelber zettel

„Schrei vor Glück“, mit diesem Werbespruch warb das Online-Modeversandhaus Zalando bei Markteintritt. Dass dieser Spruch als Symbol für die gesamte Firmenentwicklung des Millionenkonzerns stehen würde, war damals wohl niemandem so recht bewusst. Zalando hat sich am Markt etabliert, macht Umsätze in Millionenhöhe. Generell boomt der Online-Handel weltweit und die Packerlflut überrollt so manchen Postkasten, und wenn wir einmal nicht anzutreffen sind, freuen wir uns über einen gelben Zettel. Aber warum ist das so? Wieso bestellen immer mehr Menschen online? Und mit welchen Tricks arbeiten die Online-Händler, um uns zum Kauf zu bewegen?

eCommerce: der Online-Handel im Fokus

Lesen Sie hier:

  • eCommerce ist nicht mehr wegzudenken
  • Kundenrezensionen wichtiger Verkaufsfaktor
  • Die Gründe, warum wir online einkaufen
  • Die fiesen Tricks der Online-Händler

eCommerce ist fixer Bestandteil der Gesellschaft

Man muss sich nur mal die Fernsehwerbungen ansehen. Gefühlt jede zweite Werbeeinschaltung wirbt für ein Vergleichsportal, ein Online-Modehaus oder ein Verkaufsnetzwerk. eCommerce hat sich nach ein paar Startschwierigkeiten als fester Bestandteil der heutigen Gesellschaft etabliert – man könnte sogar soweit gehen, zu behaupten, eCommerce wäre nicht mehr aus dieser wegzudenken. Als Grund hierfür wird vor allem die „Geschwindigkeit des Alltags“ gesehen. Alles muss schnell gehen, Handlungsabläufe dabei möglichst unkompliziert sein. Statt sich wie die Lemminge in Schlangen an den Shopping-Center-Kassen anzustellen, wird gemütlich online nach der passenden Kleidung gesucht – vorm Fernseher, in der U-bahn oder auf der Toilette (ja, auch solche Einkäufer gibt es). Nur der Weg zur Post, um ein Packerl abzuholen oder ein Kleidungsstück zurückzuschicken, wenn dieses nicht passt, bleibt uns nicht erspart.

Vertrauen auf die Meinung vieler

Dass immer mehr Kunden den Weg in den Laden vermeiden, hat viele Gründe (mehr dazu weiter unten). Einer davon, so viel sei schon mal verraten, ist die Vergleichbarkeit der Produkte. Wem vertrauen die Kunden mehr, dem Akne-gezeichneten Verkaufspraktikanten mit Stimmbruch im Elektrogroßmarkt oder 1654 Kundenrezensionen auf Amazon? Wohl eher letzteren. Natürlich sind überschwänglich formulierte, positive Ausreißer meist mit Vorsicht zu genießen, jedoch ist eine Grundhaltung zu einem Produkt sehr schnell ersichtlich. Die individuelle Beratung wird Stück für Stück und Kauf für Kauf immer unwichtiger. Anstatt sich im Shop beraten zu lassen, googeln die User, welcher Kopfhörer am besten fürs Laufen geeignet ist und vertrauen auf Umfragen und Usermeinungen – auch youtube-Rezensionen werden als überaus positiv wahrgenommen.

Aber was sind denn nun, die wahren Gründe, warum wir online shoppen? Eine Studie der Universität Regensburg, aus dem Jahre 2014, hat die Gründe für den Online-Handel-Boom zusammengefasst.

Neue Studie: 5 Hauptgründe, warum wir online einkaufen

  1. Verfügbarkeit: nicht gebunden an Öffnungszeiten
  2. Faktor Zeit: Online shoppen spart einfach Zeit
  3. Vergleichbarkeit der Preise: Online lassen sich Produkte und Preise viel besser vergleichen
  4. Mehr Auswahl: Online gibt es einfach mehr zu entdecken
  5. Bequemlichkeit: Keine Schlangen an der Kassa und keine Wühltische, die durchforstet werden müssen

Der Online-Handel arbeitet mit vielen Tricks

Dass sich die Werbungen, die Ihnen online angezeigt werden, an Ihren bisherigen Seitenaufrufen und Cookies orientieren, ist längst kein Geheimnis mehr. Einmal einen blauen Pullover auf Zalando angesehen und schon werden Sie von Anzeigen für blaue Pullover überflutet. Eine kleine Geschichte aus dem Nähkästchen: Ein Freund von mir hat online nach Verlobungsringen gesucht. Als seine Zukünftige anschließend den Laptop verwendete, wunderte sie sich über die vielen Verlobungsringe, die Ihr online angeboten werden. Die Überraschung über den späteren Antrag hielt sich schließlich in Grenzen. So kann es also auch laufen.

Viele Anbieter greifen mittlerweile sozusagen zu psychologischen Tricks, um den Nutzer noch schneller zum Kauf zu bewegen. „Nur noch ein Stück auf Lager“, „42 andere User sehen sich gerade diese Immobilie an“, sind nur ein Bruchteil, der marktschreierischen Verkaufsargumente. Jedoch ist das das letzte Zimmer im Hotel, der letztmögliche Deal und das letzte Hemd auf Lager meist ein Schwindel, um den Kaufdruck zu erhöhen. Mehr zu den Tricks der Verkäufer lesen Sie hier.

Unser Tipp: Surfen Sie, wenn Sie online einkaufen, im Inkognito-Modus, aktivieren Sie einen guten Ad-Blocker und vergleichen Sie auch online unterschiedliche Anbieter und Angebote (selbst die von Vergleichsportalen). So steht einem schnellen und vor allem mühelosen online Einkauf nichts mehr im Weg.

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Dominik Stelzig
Der Salzburger Dominik Stelzig lebt inzwischen in Wien, ist Buchautor sowie Werbetexter und Creative Director. Für das everbill Marketing ist ihm eines klar: Egal ob digital oder handgeschrieben – Worte machen nur Sinn, wenn Taten folgen.

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